_Institut für Digitalökonomie und posttheatrale Dramatik

Das am 1.August 2010 gegründete Institut für Digitalökonomie ist das erste wissenschaftliche Forschungsinstitut Digitaliens. Sein Gründungsrektor und Vater der Digitalökonomie rief es ins Leben, um den Forschungen und Planungen einer auf die Nationalökonomie und Globalökonomier folgenden dritten historischen Phase der Ökonomie – nämlich eben der Digitalökonomie – eine eigene Plattform für Forschung und Lehre zu bieten. Der Lehrkörper konstituiert sich in Form eines Sciencemob: Durch aktives Engagment und Verlinkung und Vernetzung mit der Institutswebseite.

Um Institut, Lehrstuhl oder auch nur Forschungsstelle am Institut zu bekommen, ist es nötig, auf dem eigenen Blog eine Kategorie „Digitalökonomie“ einzurichten, zum Thema Digitalökonomie zu posten – und mit dem Betreiber dieses Blogs hier, alo dem Postdramatiker, Kontakt aufzunehmen und die Einrichtung eines Lehrstuhls zu beantragen. Im Gründungszeitraum wird die Bewilligung des Lehrstuhls zur Folge haben, dass jeder Lehrende seine eigene Unterseite erhält, auf die er Postings im eigenen Block per Trackback verweisen lässt und damit zentral auffindbar macht. Bisserl kompliziert. Aber solange der Lehrstuhl für Kommunikationstechnologie in der Digitalökonomie mit besonderer Berücksichtigung von WordPress-Installationen nicht besetzt ist, steht dafür keine besser Lösung zur Verfügung.

Ausrichtung der Digitalökonomie

Digitalökonomie lehrt nicht einfach die Profitmaximierung und Effizienzsteigerung. Digitalökonomie ist ein umfassendes Verständnis der ökonomischen Prozesse Digitaliens, das heißt der Tauschvorgänge zwischen Virtualien und virtuellem Geld, sowie aller Formen von Kooperation und Abhängigkeitsverhältnissen. Das Institut für Digitalökonomie richtet sich dabei an der Maximierung des Gemeinwohls und der insbesondere nachhaltigen, demokratischen und transparenten Korrektheit aller digitalökonomischen Prozesse und Organisationen aus. Insofern ist die Digitalökonomie nicht einfach deskriptiv und pseudo-positivistisch, sondern vom Anfang an wertgeleitet und normativ.

Deswegen befasst sich Digitalökonomie auch mit den Beziehungen zwischen Digitalien und der Realwelt. Gegenwärtig heißt dies: Die Digitalökonomie plädiert für das bedingungslose Grundeinkommen in der Realwelt, um den Digitaltätigen ein würdiges biologisches Auskommen und ein realgesellschaftliches Teilhaben zu ermöglichen.

Posttheatrale Dramatik und Digitalökonomie?

Postdramatik und posttheatrale Dramatik sind einerseits Dramatiken unter den Bedingungen der Spaltung der Welt in Digitalien und Realwelt. Zugleich ist Digitalien in seiner zutiefst phantasmatischen Ambiguität zwischen Realität und Phantasie eine Struktur, die sowohl klassischer Theatralik wie auch – und insbesondere – postdramatischer Theatralik und posttheatraler Dramatik engstens verwandt ist. Inwiefern – aben kommende Forschungen zu ergeben. In jedem Falle aber gehört Theater als soziales Laboratorium zum Bereich der Digitalökonomie in seiner soziologischen Dimension hinzu.

Kommentare, Kritik, Anregungen, Änderungs- und Ergänzungsvorschläge ausdrücklich willkommen.

Hier gehts zu den Lehrstühlen:

— Lehrstuhl für allgemeine und theoretische Digitalökonomie und Postdramatik

§ 4 Responses to _Institut für Digitalökonomie und posttheatrale Dramatik"

  • […] _Institut für Digitalökonomie und posttheatrale Dramatik […]

  • Kai Bremer sagt:

    Herzlichen Glückwunsch, ganz viel Erfolg! Frage mich nur, ob das eine Konkurrenz zu Jaros Akademie für Selbstachtung ist, die er im Café von Umberto gegründet hat? Aber er ist natürlich nicht an Digitalökonomie interessiert, sondern an der Ökonomie der Würde – aber hat das nicht miteinander zu tun?

  • Postdramatiker sagt:

    Klingt so, als habe das unbedingt miteinander zu tun. Ökonomie ohne Würde wird weder verstehen, wofür sie da ist, noch verstehen, warum Gegenstände so etwas wie „Wert“ überhaupt haben können für Menschen – jenseits der darin gespeicherten abstrakten Arbeitskraft. Also – falls noch ein lehrstuhl dafür besetzt werden kann: feel welcome.

  • Postdramatiker sagt:

    Oh mann, steh ich auf dem Schlauch. Ich hab doch grad tatsächlich nch der Akademie der Selbstachtung gegoggelt weil ich dachte, es sei eine Netzakademie … Die Dinge bleiben verwiggelt.

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