Adorno/Horkheimer über den kantischen Schematismus des Fernsehens

Februar 20th, 2013 Kommentare deaktiviert für Adorno/Horkheimer über den kantischen Schematismus des Fernsehens Autor: Ulf Schmidt

Vor lan­gem natür­lich gele­sen, war mir ganz ent­fal­len, dass schon Adorno/Horkheimer über den kan­ti­schen Sche­ma­tis­mus in der Kul­tur­in­dus­trie, sagen wir also spe­zi­ell des Fern­se­hens, geschrie­ben haben. In der “Dial­e­tik der Auf­klä­rung” heißt es:

Die Leis­tung, die der kan­ti­sche Sche­ma­tis­mus noch von den Sub­jek­ten erwar­tet hat­te, näm­lich die sinn­li­che Man­nig­fal­tig­keit vor­weg auf die fun­da­men­ta­len Begrif­fe zu bezie­hen, wird dem Sub­jekt von der Indus­trie abge­nom­men. Sie betreibt den Sche­ma­tis­mus als als ers­ten Dienst am Kun­den. In der See­le soll­te ein gehei­mer Mecha­nis­mus wir­ken, der die unmit­tel­ba­ren Daten bereits so prä­pa­riert, daß sie ins Sys­tem der Rei­nen Ver­nunft hin­ein­pas­sen. Das Geheim­nis ist heu­te ent­rät­selt. (132)

Denkt man das kan­tisch wei­ter, wür­de man auch hier wie­der­um bei dem Ergeb­nis ankom­men, dass das Fern­se­hen sich im Bereich des­sen ansie­del­te, was tra­di­tio­nell der Kunst zuge­ord­net war. Viel­leicht.

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