Die Baumol’sche “Kostenkrankheit” der Theater und der Ökonomismus

Juni 17th, 2013 § 2 comments § permalink; Autor: Ulf Schmidt

In Istan­bul und Stutt­gart wer­den Park-Natur­oa­sen tap­fer ver­tei­digt – wäh­rend die Abhol­zung von thea­tra­len Kul­tur­oa­sen in Trier, Des­sau und anders­wo ver­gleichs­wei­se still über die Büh­ne gehen. Wäh­rend wir vor dem Fern­se­her hockend täg­lich Bil­der sehen, wie in Istan­bul Park­an­la­gen gegen den Zugriff des Staa­tes ver­tei­digt wer­den und die Zen­tral­macht in die Kri­se gerät, scheint in Deutsch­land die Fäl­lung der deut­schen Thea­ter­land­schaft weit­ge­hend unspek­ta­ku­lär abzu­lau­fen. Wird eine, auch nur als inner­städ­ti­sche Par­kin­sze­nie­rung vor­han­de­ne, Um- oder Lebens­welt ange­grif­fen, sind Bevöl­ke­run­gen – wie schon in Stutt­gart vor eini­gen Jah­ren – bereit auf die Bar­ri­ka­den zu gehen und die Macht dazu zu zwin­gen, sich zur Sicht­bar­keit zu ent­stel­len, Schlag­stö­cke, Trä­nen­gas, Was­ser­wer­fer ein­zu­set­zen. Hin­ge­gen sind Angrif­fe auf die gesell­schaft­li­che Mit­welt und ihre Insti­tu­tio­nen weit­ge­hend wider­stands- und pro­test­frei. Das Leben oder die Lebens­grund­la­ge von Men­schen ein­zu­schrän­ken mag hin­ge­hen – aber wehe, es geht Parks und Bäu­men an die Bor­ke. Wäre gele­akt wor­den, dass die USA ein welt­wei­tes Ent­lau­bungs­pro­jekt unter dem Namen Prism gestar­tet hät­te: Mil­lio­nen wären auf den Stra­ßen. Die Aus­spä­hung der welt­wei­ten Kom­mu­ni­ka­ti­on – zieht nur eine iro­nisch-lar­mo­yan­te Melan­cho­lie nach sich. Oder fin­det gar Befür­wor­ter in bedeu­ten­dem Umfang (die sicher­lich anders reagier­ten, wäre bekannt gewor­den, dass deut­sche Finanz­äm­ter sämt­li­che Geld­strö­me und Kon­ten aus­spio­nier­ten … aber das ist ein ande­res The­ma.

In Trier, Sach­sen-Anhalt und anders­wo sind die Thea­ter­in­sti­tu­tio­nen in ihrer Exis­tenz bedroht. Dage­gen steht man ein biss­chen auf: Zeich­net Online-Peti­tio­nen (immer­hin ein erkleck­li­cher Teil der Trie­rer Bevöl­ke­rung „unter­schreibt“ gegen die dis­ku­tier­te Ver­stüm­me­lung oder Hin­rich­tung des dor­ti­gen Drei­spar­ten­hau­ses) oder ver­an­stal­tet Pro­test­ak­tio­nen (etwa in Des­sau und Eis­le­ben). Von bedeu­ten­den Pro­tes­ten, wie wei­land noch zur Schlie­ßung des Schil­ler­thea­ters, ist kaum zu reden. Umwelt­ver­tei­di­gung ruft die Men­schen auf die Stra­ße – Mit­welt­ver­tei­di­gung kaum.

Um es vor­weg zu sagen: ich bin mit den kon­kre­ten Ver­hält­nis­sen in Trier und Des­sau eben­so wenig ver­traut, wie mit denen in Istan­bul. Es sind für mich ledig­lich medi­al ver­mit­tel­te Vor­gän­ge. Aber das, was in den Medi­en zu fin­den ist und wie sich Medi­en dazu posi­tio­nie­ren, kann als Anhalts­punkt die­nen, um die fol­gen­de, ins All­ge­mei­ne gehen­de Stel­lung­nah­me zu ermög­li­chen.

An der Situa­ti­on, dem eher mau­en Wider­stand gegen Thea­ter­schlie­ßun­gen im Ver­gleich zu Park­ab­hol­zun­gen, sind die Thea­ter­leu­te selbst nicht unschul­dig. Dass an Thea­tern Pro­test­for­men genau in dem Augen­blick gefun­den wer­den, da es ans eige­ne Leder geht, wäh­rend alle ande­ren zer­stö­re­ri­schen Akte die schö­nen Spiel­plä­ne nicht wirk­lich aus der Bahn wer­fen, lässt den Ver­dacht eines jäm­mer­li­chen Ego­is­mus auf­kei­men. War­um soll­ten Hartz 4-Emp­fän­ger sich dafür ein­set­zen, dass Thea­ter am Leben gehal­ten wer­den – wo waren die Thea­ter, als den Hartz 4 Emp­fän­gern das Leben beschnit­ten wur­de? Wo waren damals die krea­ti­ven Wider­stands­for­men, mit denen jetzt der eige­ne Fort­be­stand gesi­chert wer­den soll? Wo ist der krea­ti­ve Wider­stand gegen Prism?

Dass die Bäu­me dage­gen sind, abge­holzt zu wer­den, ist kei­ne Über­ra­schung. Die Kunst besteht dar­in, die Men­schen gegen die Abhol­zung der Bäu­me und der Thea­ter auf den Plan zu rufen. Und zwar indem Thea­ter sei­ne eige­ne Funk­ti­on in der Gesell­schaft wie­der­ent­deckt – bevor es ihm selbst an die Bud­gets geht. Ein Thea­ter, das die „Ästhe­tik des Auf­stands“ (Leh­mann) erst ent­deckt, wenn es dar­um geht, die Macher zu ver­tei­di­gen, wird kei­ne Alli­an­zen und Ver­tei­di­ger von außer­halb fin­den, die mehr als ein müdes „Och, nö. Wär scha­de.“ als Pro­test arti­ku­lie­ren.

Aber das ist eigent­lich nicht das The­ma die­ses Pos­tings – und dann am Ende wie­der doch. Von den Bäu­men zu Bau­mol. Damit zu dem The­ma, war­um die Aus­ein­an­der­set­zung mit Öko­no­mie und Öko­no­mis­mus nicht halt machen kann beim Kampf um die eige­nen Thea­ter­etats. Und war­um ein akti­ver und krea­ti­ver Wider­stand gegen die Öko­no­mi­sie­rung der Lebens­ver­hält­nis­se zu spät kommt, wenn es erst um die Ver­tei­di­gung der eige­nen Bud­gets geht.

Das Kos­ten­di­lem­ma der „per­for­ming arts“.

Als ich am Wochen­en­de die leicht irr­sin­ni­ge Prä­sen­ta­ti­on der Unter­neh­mens­be­ra­tung ICG zur Zukunft des Trie­rer Thea­ters auf Twit­ter gesha­red habe (hier die Prä­se), bekam ich von @Fritz dan­kens­wer­ter­wei­se den Hin­weis auf eine Publi­ka­ti­on aus dem Jahr 1966: Wil­liam J. Bau­mol & Wil­liam G. Bowen: Per­for­ming Arts-The Eco­no­mic Dilem­ma: A Stu­dy of Pro­blems Com­mon to Thea­ter, Ope­ra, Music and Dance. Das Buch kos­tet anti­qua­risch lei­der über 8000 Euro – des­we­gen bin ich auf ande­re Quel­len ange­wie­sen. Etwa den von @Fritz geschick­ten Link zu James Heils­bruns Arti­kel Baumol’s Cost Disea­se (hier als PDF) und den knap­pen Wiki­pe­dia-Ein­trag zur „Baumol’schen Kos­ten­krank­heit“ hier.

Bau­mols und Bowens Aus­füh­run­gen sind von enor­mer Bri­sanz, da sie zei­gen, dass kon­ti­nu­ier­li­che Kos­ten­stei­ge­run­gen an Thea­tern kein Pro­blem ist, dem man wirk­lich begeg­nen könn­te, son­dern (und ich benut­ze die­sen Begriff für öko­no­mi­sche Zusam­men­hän­ge nur sehr ungern, hal­te ihn hier aber » Wei­ter­le­sen «

Feuer in London, Finanzkrise, Erzählmacht und ctrl-Gewinn

August 10th, 2011 § Kommentare deaktiviert für Feuer in London, Finanzkrise, Erzählmacht und ctrl-Gewinn § permalink; Autor: Ulf Schmidt

Im Dis­kus­si­ons­thread mei­nes Gast­bei­trags auf nacht­kri­tik (hier) frag­te ein Kom­men­ta­tor, ob jene im Arti­kel gefor­der­te Kon­zen­tra­ti­on des Thea­ters auf das umge­ben­de Gesell­schaft­li­che in der Netz­ge­sell­schaft eine Poli­ti­sie­rung beinhal­te. Ich hat­te mit einem Link auf mei­nen zwei Jah­re alten Text Das Poli­ti­sche zurück ins Thea­ter (hier down­load­bar) dar­auf geant­wor­tet. Dort hat­te ich am Bei­spiel der Geschich­te­n­er­stel­lung rund um den Amok­lauf von Win­nen­den zu zei­gen ver­sucht, wie sehr sich das Poli­ti­sche gera­de in der Gene­se eines ver­bind­li­chen Dra­mas zeigt und zugleich ver­birgt – in der Dra­ma­tur­gie. Ange­sichts von Ereig­nis­sen, die das geüb­te Erzäh­len der Medi­en her­aus­for­dern und zu unter­bre­chen schei­nen, lau­fen die Print-, Radio- und Mas­sen­me­di­en gera­de­zu hys­te­risch zu einer Hoch­form auf, die sich dar­in zeigt, dass unter­schied­li­che Erzäh­lungs­an­sät­ze aus­pro­biert wer­den. Und gera­de der genaue Blick auf die­se Erzäh­lun­gen und ihre Ent­ste­hung, ihre Dra­ma­tur­gie und ihre Impli­ka­tio­nen sind es, die ein Thea­ter zu fokus­sie­ren hat, das das Poli­ti­sche auf­neh­men will.

Wie wird „Lon­don“ beob­ach­tet

Es ist bedau­er­lich, dass gera­de jetzt Klaus Kusanow­sky in eine Blog­pau­se abge­taucht ist, wäre doch aus sei­nem schar­fen Blick auf das Beob­ach­ten ver­mut­lich eini­ges an pro­vo­kan­ten Ein­sich­ten über die Form der Beob­ach­tung des­sen, was in Lon­don sich gera­de voll­zieht, zu erwar­ten. Wie beob­ach­ten Medi­en die Ereig­nis­se in Lon­don, Man­ches­ter und Bir­ming­ham? Wie beschrei­ben sie ihre Beob­ach­tung, wel­ches Dra­ma bau­en sie dar­aus und ver­su­chen, es als gül­ti­ge Beob­ach­tung zu eta­blie­ren? Wird die Geschich­te von Unter­pri­vi­le­gier­ten erzählt, deren unge­rich­te­te Wut sich nun­mehr „blind“ in einem Auf­stand ent­lädt – den Auf­stän­den in Los Ange­les 1992 oder der Pari­ser Ban­lieue ver­gleich­bar? Han­delt es sich um eine eng­li­sche Form der Sozi­al­pro­tes­te, wie sie auch in Spa­ni­en zu beob­ach­ten sind? Arti­ku­liert sich hier also sozia­le Ungleich­heit in flam­men­den Fana­len? Oder han­delt es sich um „Ban­den“, die die gegen­wär­ti­ge Unüber­sicht­lich­keit, die Unfä­hig­keit der som­mer­lich schläf­ri­gen Ord­nungs­au­to­ri­tä­ten aus­nut­zen, um mai­fer­tags- und hoo­li­g­an­haf­te Ran­da­le und Kra­wal­le anzu­zet­teln? Die gött­li­che Ina Berg­mann, vor­ma­li­ge Würst­chen­bu­den­be­sit­ze­rin in Lon­don und ein­zig­ar­ti­ge Nacht­jour­nal-Mode­ra­to­rin des ZDF, die ver­län­ger­tes Wach­blei­ben durch unver­gleich­li­chen Mode­ra­ti­ons­stil und Kugel­schrei­ber­ar­tis­tik belohnt, brach­te Mon­tag­abend sowohl die Refe­renz auf L.A.  und Paris wie auch die Beschrei­bung des Gesche­hens als Ban­den­kra­wall. Noch ist die Erzäh­lung nicht ganz fer­tig. Noch herrscht Unsi­cher­heit über die Ein­ord­nung. Noch ist der Raum des Poli­ti­schen offen und nicht gänz­lich defi­niert.

Spie­gel Online etwa schwankt in der Bewer­tung der Ereig­nis­se ähn­lich wie die „Märk­te“, die sich gera­de am DAX aus­tob­ten:

Am 07.08. schrieb man: „Auf­ge­brach­te Bewoh­ner setz­ten in der Nacht zum Sonn­tag min­des­tens zwei Poli­zei­wa­gen, einen Dop­pel­de­cker­bus sowie ein Gebäu­de in Brand.“ (hier)

Am 08.08.: Beob­ach­ter erklär­ten, die Poli­zei hät­te gro­ße Pro­ble­me gehabt, die Ran­da­lie­rer unter Kon­trol­le zu bekom­men. (hier)

Am 09.08.: Plün­dern­de und brand­schat­zen­de Ban­den, die in der Nacht zum Sonn­tag im Nord­lon­do­ner Stadt­teil Tot­ten­ham die Ran­da­le begon­nen hat­ten, waren schon in der Nacht zum Mon­tag in wei­te­re Stadt­tei­le wei­ter­ge­zo­gen. (hier)

Auch am 09.08.: War­um explo­diert die Gewalt in Eng­land? Das Gefäl­le zwi­schen Arm und Reich wird immer grö­ßer, eth­ni­sche Min­der­hei­ten füh­len sich gezielt schi­ka­niert. Eine gan­ze Gene­ra­ti­on sieht sich abge­hängt — und ist geeint im Hass auf Eli­ten und Poli­zei. (hier)

Beim Blog­ger chris­ti­an­so­eder fin­det der Zusam­men­prall der Erzäh­lun­gen ein einem ein­zi­gen Tweet Platz:

Es ist nicht ein­fach ein Wech­sel des Beschrei­bungs­vo­ka­blu­ars – son­dern jede die­ser Beschrei­bun­gen insti­tu­iert ten­den­zi­ell ein Dra­ma, des­sen nächs­te Schrit­te bereits mehr oder min­der unaus­ge­spro­chen mit­schwin­gen. Die dra­ma­ti­schen For­men sind zu sehr eta­bliert, um das zu über­se­hen. Mit „auf­ge­brach­ten Bewoh­nern“ ist anders zu ver­fah­ren, als mit „plün­dern­den Ban­den“. Dabei geht es gar nicht dar­um, wer oder was die Betei­lig­ten „wirk­lich“ oder „in Wahr­heit“ sind. Das lässt sich von hier aus sowie­so nicht beur­tei­len (das macht die Macht der Tele-Medi­en aus). Zudem lässt sich schein­bar auch kein „Anfüh­rer“ befra­gen, der erklä­ren könn­te, wel­chen Kol­lek­tiv­mo­ti­ven die Akti­vi­tä­ten fol­gen.  Es lässt sich aber sehr wohl erken­nen, wel­che poli­ti­schen Dimen­sio­nen dahin­ter ste­cken: Das Dra­ma der „auf­ge­brach­ten Bewoh­ner“ zöge nach sich eine Dia­gno­se des » Wei­ter­le­sen «

Der Machtverlust der Regierungen — Jasminrevolutionen und Rettungsschirme

Juli 12th, 2011 § Kommentare deaktiviert für Der Machtverlust der Regierungen — Jasminrevolutionen und Rettungsschirme § permalink; Autor: Ulf Schmidt

Scheint es nur mir so — oder geht es nicht gera­de den Regie­run­gen der west­li­chen “kapi­ta­lis­ti­schen” Indus­trie­na­tio­nen in ähn­li­cher Wei­se an den Macht­kra­gen, wie den Regie­run­gen Nord­afri­kas? Erle­ben wir gera­de eine unum­kehr­ba­re Macht­e­ro­si­on, die nicht nur bestehen­de Macht­struk­tu­ren aus­he­belt, son­dern zugleich unab­seh­bar macht, wel­che Regie­rungs- oder Macht­form danach kommt?

Auf der einen Sei­te des Mit­tel­mee­res erle­ben Regie­run­gen eher des­po­ti­scher Natur, wie sich die selbst­be­wuß­ter wer­den­de Bevöl­ke­rung nicht nur mit Unmut zu Pro­tes­ten ein­fin­det, son­dern sich in einer Wei­se unter­ein­an­der und mit klas­si­schen Mas­sen­me­di­en wie Al Jaze­e­ra ver­netzt, dass weni­ge Wochen aus­rei­chen, um sta­bi­le Dik­ta­tu­ren zu zer­trüm­mern, die Herr­scher außer Lan­des oder auf die Ankla­ge­bän­ke zu bekom­men — und den Auf­stand wei­ter zu ver­brei­ten jen­seits der Lan­des­gren­zen.

Auf der ande­ren Sei­te wer­den eini­ger­ma­ßen demo­kra­tisch gewähl­te » Wei­ter­le­sen «

Die Utopie: Netztheater für eine globale Öffentlichkeit

Juni 13th, 2011 § 3 comments § permalink; Autor: Ulf Schmidt

Es ist Pfings­ten – Zeit für Geist, der ins Thea­ter fährt. Nicht Hei­li­gen. Eher Spi­rit. A new spi­rit.

Schlecht­ge­laun­tes wie zuletzt hier über das gegen­wär­ti­ge Stadt­thea­ter abzu­son­dern ist eine Leich­tig­keit. Den Beob­ach­ter in der Loge zu geben, der sou­ve­rän sein Urteil über die Gla­dia­to­ren fällt, die sich täg­lich mit dem Thea­ter her­um­schla­gen, reicht nicht. Wie also wäre ein neu­es Thea­ter anzu­ge­hen? Dirk Baecker hat mit der sieb­ten sei­ner 15 The­sen gera­de eine ganz lau­ni­ge Dis­kus­si­on unter Sys­tem­theo­re­ti­kern (auto­po­iet und Dif­fe­ren­tia) ange­sto­ßen, die sich dar­über unter­hal­ten, wie denn wohl eine sol­che Kunst beschaf­fen sein müss­te. Abge­se­hen davon, dass „Kunst“ ein ziem­lich hoh­ler und damit unhand­li­cher Begriff ist, den es über­haupt erst ein­mal über Bord zu wer­fen gilt, sind die Gedan­ken inspi­rie­rend. Aller­dings geht es hier um eine ande­re Dimen­si­on der Fra­ge nach einer neu­en Kunst (kann über­haupt von „Kunst“ die Rede sein – wenn, dann als For­mu­lie­rung eines Gedan­kens, nicht aber als Zuschrei­bung zu irgend­ei­nem real exis­tie­ren­den Ding. Das vor­ab). Es geht um Thea­ter. Und es geht mir dar­um, wie ein Thea­ter aus­se­hen könn­te, das sich dem schein­bar unaus­weich­li­chen Kre­pie­ren der gegen­wär­ti­gen Thea­ter ent­zie­hen, ent­ge­gen­stel­len könn­te. Eine Uto­pie von Thea­ter, die mit dem bestehen­den pyra­mi­da­len Grab­mä­lern der Ver­gan­gen­heit bricht. Das will ich hier und heu­te zei­gen. Und das geht so: » Wei­ter­le­sen «

Wenn Mammons Hammer kreist II: Theatersterben in Belanglosigkeit?

Januar 30th, 2011 § Kommentare deaktiviert für Wenn Mammons Hammer kreist II: Theatersterben in Belanglosigkeit? § permalink; Autor: Ulf Schmidt

Och Mönsch – da waren sie doch poli­tisch so brav. Haben sich nicht wei­ter ein­ge­mischt in Poli­tik. Haben brav an der Platz­aus­nut­zung gear­bei­tet. Haben mit weni­gen Aus­nah­men die Stadt­obe­ren nicht in Erklä­rungs- oder Recht­fer­ti­gungs­not gebracht. „Poli­ti­sche“ Dimen­sio­nen hat­ten allen­falls die Etat­ver­hand­lun­gen mit dem Käm­me­rer. Das Con­trol­ling über­nahm – wie in ande­ren Wirt­schafts­be­trie­ben auch – die Füh­rung. More or less. „Poli­ti­sche“ Debat­ten im Thea­ter waren ledig­lich die For­de­run­gen, „die Poli­tik“ möge doch bit­te mehr Geld bereit­stel­len. Ganz freund­lich. Oder „kul­tur­po­li­ti­sche“ Debat­ten über die all­ge­mei­ne Wichtich­keit von Kunst im All­ge­mei­nen. Thea­ter neben­bei im Beson­de­ren. Gehe direkt zum Käm­me­rer. Begib dich direkt dort­hin.

Und dann das! Die gute Tat wird nicht belohnt. Nein. Den Thea­tern wird der Kit­tel gekürzt, bis es an die Haut geht. Man streicht hier eine Spar­te, legt dort zusam­men, schafft GmbH’s, kürzt da und dort (nacht­kri­tik hat hier eine schö­ne Chro­nik). Und die Thea­ter? Jam­mern. Schi­cken ihre Emis­sä­re zu Wup­per­ta­ler Demons­tra­tio­nen. Und – ste­hen recht allei­ne im Regen. So rich­tig mag nie­mand sich ihren Pro­tes­ten anschlie­ßen. War­um auch?

Ihr schert uns nur, wenn ihr uns rasiert!

Jahr­zehn­te­lang haben sich Thea­ter nicht dar­um geküm­mert, dass den Bewoh­nern die­ses Lan­des der Arsch finan­zi­ell rasiert wur­de. Seit Kohl’s gei­zig-mora­li­scher Wen­de, Lambs­dorffs Ver­neo­li­be­ra­li­sie­rung wer­den die erstrit­te­nen und erar­bei­te­ten Besitz­stän­de anders (oder gar nicht) unter den Men­schen ver­teilt. Seit Schrö­ders Agen­da wur­den die Dau­men­schrau­ben erneut ange­zo­gen. Und Mer­kels gran­dio­se Idee, plei­te­ge­hen­de Ban­ken mög­lichst von Klein­steu­er­zah­lern ret­ten zu las­sen, war nur ein kon­se­quen­ter wei­te­rer Akt. Die Thea­ter haben sich im Wesent­lich dar­um nicht geschert. Man hat­te ja doch noch so viel an Heb­bel, Tsche­chow, Ibsen, Strind­berg, Goe­the, Schil­ler, Les­sing, Shake­speare zu ent­de­cken – um von den gan­zen tof­fen Roma­nen ganz zu schwei­gen, die sich auf die Büh­ne brin­gen las­sen. Da bleibt natür­lich wenig Zeit, sich mit der eige­nen Zeit zu beschäf­ti­gen. War­um Hart­zIV  wenns doch auch Hen­ry­IV, war­um Mer­kels Ban­ker wenns doch noch Schil­lers Räu­ber gibt? Das jeden­falls zei­gen uns die Charts des Deut­schen Büh­nen­ver­eins: » Wei­ter­le­sen «

Der Kontinent des 21. Jahrhunderts: Afrikas kommende Digitalökonomie

Dezember 30th, 2010 § 4 comments § permalink; Autor: Ulf Schmidt

In der Frank­fur­ter Rund­schau ist heu­te hier ein span­nen­der Arti­kel zu lesen, der sich mit einer neu­ar­ti­gen Form des Ban­king in Afri­ka- spe­zi­ell Kenia – beschäf­tigt. Kern der Sache: Voda­fone und Safa­ri­com haben dort ein offen­bar enorm erfolg­rei­ches han­dy­ba­sier­tes Mikro-Payment Sys­tem namens M-Pesa (Wiki­pe­dia) („mobi­les Bar­geld“) instal­liert. Nut­zer brau­chen kein Bank­kon­to, son­dern ver­wal­ten direkt über ihr Han­dy ein Gut­ha­ben­kon­to. Ein- und Aus­zah­lun­gen wer­den an tau­sen­den kio­s­kar­ti­ger Nie­der­las­sun­gen vor­ge­nom­men. Nut­zer kön­nen sich ein­fach per SMS Geld­be­trä­ge über­wei­sen. Nun ist das Mobi­le Wal­let viel­leicht kei­ne tech­ni­sche Neu­ig­keit mehr – span­nend ist aller­dings, dass hier in Afri­ka damit die (vie­ler­orts  nicht vor­han­de­ne) Ban­ken­in­fra­struk­tur (Filia­len, Geld­au­to­ma­ten, Kre­dit­kar­ten) umgan­gen wird, ein neu­ar­ti­ges Finanz­sys­tem ent­steht, das im Wesent­li­chen auf Klein- und Kleinst­be­trä­gen grün­det.

SpON schreibt:  „Vier Mil­li­ar­den Men­schen welt­weit, so sagen die Sta­tis­ti­ken, haben zwar ein Han­dy, aber kein Bank­kon­to.“ Das Sys­tem ist auf nahe­zu jedem Mobil­te­le­fon nutz­bar. Der Erfolg: Seit Ein­füh­rung des Diens­tes 2007 hat M-Pre­sa stol­ze 13,5 Mil­lio­nen Kun­den gewon­nen, laut SpON (hier) wer­den monat­lich 200 Mil­lio­nen Euro über­wie­sen, Fir­men zah­len bereits Löh­ne über die­ses Sys­tem . Ähn­li­che Ange­bo­te wei­tet Voda­fone laut Wiki­pe­dia auch auf Afgha­ni­stan und Tan­sa­nia aus.

Span­nend wird die­se Geschich­te, weil einer­seits ein intel­li­gen­ter tech­ni­scher Dienst ange­bo­ten wird, der den Men­schen in Afri­ka offen­bar ein enor­mes Bedürf­nis befrie­digt, ohne ein Almo­sen zu sein. Dane­ben aber – und das führt auf die Über­schrift die­ses Pos­tings – instal­liert sich damit in Afri­ka eine Form voin Digi­tal­öko­no­mie, der nicht nur der Unse­ren weit vor­aus ist, son­dern schein­bar mühe­los Ent­wick­lungs­schrit­te über­springt und in einem Dienst mün­det, der hier­zu­lan­de noch Zukunfts­mu­sik für die meis­ten Men­schen sein dürf­te. » Wei­ter­le­sen «

Sarrazin — ein muslimischer Migrant???

August 27th, 2010 § Kommentare deaktiviert für Sarrazin — ein muslimischer Migrant??? § permalink; Autor: Ulf Schmidt

Irgend­wie scheint mir gera­de (ein noch nicht hin­rei­chend aktisch beleg­ba­res) ein auf­blü­hen­des Inter­es­se am Rech­ten und Radi­ka­len bemerk­bar zu sein. So quen­gel­te kürz Nor­bert Blotz (hier) im Tages­spie­gel. “Nor­bert Bolz sieht im poli­ti­schen Spek­trum ein Vaku­um auf der Rech­ten.” Anders als ver­mu­tet ver­or­tet er das Vaku­um aber nicht in den rech­ten Köp­fen, son­dern sieht auf der Rech­ten ein Vaku­um. Nun­ja.

Der Meis­ter Sar­ra­zin nun wir­belt brau­nen Staub mit sei­nem Buch und einem Inter­view auf, das eben­falls im Tages­spie­gel (hier)  mit der hübsch viel­deu­ti­gen Über­schrift “Es gibt Gren­zen des Intel­lekts” zu fin­den ist. In der Ein­lei­tung poin­tiert der Tages­spie­gel: Deutsch­land ver­dum­me, weil die Unter­schicht und mus­li­mi­sche Migran­ten zu vie­le Kin­der krie­gen, meint Ber­lins frü­he­rer Sena­tor Thi­lo Sar­ra­zin.

Hm. Mus­li­mi­sche Migran­ten. Kin­der. Nach­fah­ren. Kusanow­sky hat in einem schö­nen Arti­kel über Skan­da­li­sie­rungs­ri­tua­le (hier) der Dis­kus­si­on in sei­ner Über­schrift eine Dimen­si­on abge­won­nen, die ich ger­ne einen Schritt wei­ter trei­ben möch­te. Kusanow­skys Zei­le: “Muez­zin und Sar­ra­zin — Die Reim­form moder­ner Ver­stän­di­gungs­pro­zes­se.” Muez­zin Sar­ra­zin. Hass­pre­di­ger aller­or­ten. Man kann ein­fach eine Goog­le-Suche nach der Her­kunft des Namens “Sar­ra­zin” anstel­len. Klingt doch schon nach Sara­ze­ner

Sara­ze­nen ist ein Begriff, der ursprüng­lich einen im Nord­wes­ten der ara­bi­schen Halb­in­sel sie­deln­den Volks­stamm bezeich­ne­te. Im Gefol­ge der isla­mi­schen Expan­si­on wur­de der Begriff in latei­ni­schen Quel­len und im christ­li­chen Euro­pa als Sam­mel­be­zeich­nung für die mus­li­mi­schen Völ­ker, » Wei­ter­le­sen «

Digitalökonomie — Google und Verizon starten den ersten Digitalkrieg

August 11th, 2010 § Kommentare deaktiviert für Digitalökonomie — Google und Verizon starten den ersten Digitalkrieg § permalink; Autor: Ulf Schmidt

Die­Be­dro­hung des offe­nen Inter­net war hier im Blog bis­her (etwa hier) vor­nehm­lich an Face­book fest­ge­macht wor­den (was auch immer noch immi­nent ist — ich glau­be, dass Face­book tat­säch­lich durch die eige­ne Wäh­rung mit 500 Mil­lio­nen Mit­glie­dern welt­weit zu einer qua­si-staat­li­chen über­statt­li­chen Macht wird). Heu­te aber — wie hier von ZEIT Online gemel­det — macht Goog­le den ers­ten offe­nen Zug in dem anste­hen­den gro­ßen Digi­tal­krieg. Jeff Jar­vis nennt das, was zwi­schen Goog­le und Veri­zon ver­ab­re­det wur­de, hier ein “Mün­che­ner Abkom­men” — sich dabei auf das Abkom­men von 1938 bezie­hend, in dem Hit­ler von Frank­reich und Eng­land die Beset­zung des Sude­ten­lan­des erlaubt wur­de. ZEIT fin­det den Ver­gleich hart, ich dage­gen den­ke, wir sind schon über Mün­chen hin­aus. Zitat ZEIT:

Der Such­ma­schi­nen­kon­zern und die ame­ri­ka­ni­sche Tele­fon­ge­sell­schaft ver­su­chen, im Inter­net so etwas wie Maut­gren­zen und Zoll­schran­ken ein­zu­füh­ren. Gleich­zei­tig bau­en sie an einer dau­er­haf­ten Über­wa­chung der Inhal­te.

Dabei ist Inhalts­über­wa­chung kei­ne Über­trei­bung:

Der übels­te ist die Idee des “law­ful con­tent”. Die Neu­tra­li­tät des Net­zes und die Gleich­be­hand­lung von Daten sol­len nur noch für sol­chen “geset­zes­treu­en Inhalt” gel­ten. Was ille­gal ist, darf dis­kri­mi­niert wer­den. Prin­zi­pi­ell nicht schlimm, das gesell­schaft­li­che Leben funk­tio­niert genau­so. Mit einem ent­schei­den­den Unter­schied: In demo­kra­ti­schen Gesell­schaf­ten wird öffent­lich, trans­pa­rent und eben demo­kra­tisch ver­han­delt, was legal und was ille­gal ist.

Apple hat in Sachen Zen­sur schon mit den Apps einen klei­nen Vor­ge­schmack gege­ben, ein eher gerin­ges Grenzschar­müt­zel, das den Her­stel­lern von blin­ken­den Käst­chen und hüb­schen Touch­screens nicht wirk­lich übel genom­men wur­de in der brei­ten Öffent­lich­keit. Goog­le aber ver­kün­det nun­mehr, selbst zu ent­schei­den, was law­ful ist und was unla­w­fuil. Gehen wir mal nicht davon aus, dass » Wei­ter­le­sen «

Digitalökonomie und Globalökonomie

August 5th, 2010 § Kommentare deaktiviert für Digitalökonomie und Globalökonomie § permalink; Autor: Ulf Schmidt

Nach einem ers­ten Abgren­zungs­ver­such der Digi­tal­öko­no­mie gegen die Natio­nal­öko­no­mie in den ver­gan­ge­nen Tagen, heu­te ein ers­ter Ver­such zu bestim­men, wor­i­on sich die Dig­tal- von der in letz­ten Zügen lie­gen­den Glo­bal­wirt­schaft, d.h. der Glo­ba­li­sie­rung, unter­schei­det. So para­dox es auf den ers­ten Blick wirkt:

Glo­bal­wirt­schaft ist noch und in aller stärks­tem Maße Lokal­wirt­schaft. Wirt­schaft begibt sich an bestimm­te Orte — sei es um Lohn­kos­ten zu sen­ken, Märk­te zu erschlie­ßen, Steu­er­vor­tei­le zu nut­zen, Inves­ti­ti­ons­hil­fen abzu­fra­gen … — heißt: sie glo­ba­li­siert. Sie arbei­tet mit Part­nern, die an ande­ren Orten sit­zen. Oder ver­kauft an Kun­den, die am ande­ren Ende der Welt ange­sie­delt sind. Trans­port und Kom­mu­ni­ka­ti­on sind die Ermög­li­cher die­sess Pro­zes­ses der Glo­ba­li­sie­rung. Trans­port und Kom­mu­ni­ka­ti­on zwwi­schen loka­li­sier­ba­ren Punk­ten.

Tat­säch­lich fin­det bei der Glo­ba­li­sie­rung ein gewal­ti­ger welt­wei­ter Ver­schie­be­bahn­hof der Knapp­hei­ten und Über­flüs­se statt. Loka­le Nach­fra­ge­über­schüs­se wer­den durch Trans­port von Gütern dort­hin oder Errich­ten von Pro­duk­ti­ons­ein­hei­ten vor Ort beant­wor­tet. Loka­les Arbeits­kräf­te­über­an­ge­bot wird eben­so durch loka­le Ansied­lung beant­wor­tet. Knapp­heit und Über­fluss fin­den zu glo­ba­len Aus­tausch­pro­zes­sen. Aber die­se Glo­ba­li­sie­rung kann nur als Ungleich­ge­wicht funk­tio­nie­ren. Wür­de die gan­ze Welt leben wie Cas­trop-Rau­xel — es gäbe kei­ne Glo­ba­li­sie­rung.

Digi­tal­öko­no­mie und Ver­füg­bar­keit

Wie die natio­nal­öko­no­mi­sche Knapp­heit in der Digi­tal­öko­no­mie nicht zu fin­den ist, so auch die loka­le Knapp­heit der Glo­ba­li­sie­rung nicht. Jeder Mensch mit Zugriff auf das Inter­net kann im Web jede­zeit und über­all jedes Gut abru­fen und » Wei­ter­le­sen «

Schlaaand und die Entfremdung: Teil 3 – „Wir müssen aber alle selbst ran.“

Juli 20th, 2010 § Kommentare deaktiviert für Schlaaand und die Entfremdung: Teil 3 – „Wir müssen aber alle selbst ran.“ § permalink; Autor: Ulf Schmidt

In den letz­ten bei­den Bei­trä­gen zum The­ma „Schlaaand und die Ent­frem­dung“ war die Sym­bol­ope­ra­ti­on (Fah­nen­schwin­ge­rei hier, Bun­des­prä­si­den­ten­wahl­ge­tüm­mel) mit­ein­an­der in Bezie­hung gesetzt wor­den mit dem Hin­weis, das Beob­ach­ter dazu nei­gen, sie für Inhalt­li­ches miss­zu­ver­ste­hen. Wie beim Fah­nen­schwin­gen kein Patrio­tis­mus invol­viert sein muss und nicht invol­viert zu sein scheint, ist die Bun­des­prä­si­den­ten­wahl kein geeig­ne­tes Moment inhalt­li­cher Betei­li­gung der Bevöl­ke­rung an Demo­kra­tie. Bei­des glaubt zu sehr, dass Sym­bo­li­sches Inhalt­li­ches wäre. Und die eigent­lich zu füh­ren­de Debat­te liegt an ande­rer Stel­le: Der Glau­be, der Staat sei das Ensem­ble sei­ner poli­ti­schen Reprä­sen­tan­ten. Heißt: Die Poli­ti­ker „sind“ der Staat.

Natür­lich schwingt die­ses ungu­te Gefühl bei denen mit, die – wie der Spie­gel-Titel – dar­auf hin­wei­sen, dass die Prä­si­den­ten­wahl von Poli­ti­kern aus­ge­kun­gelt sein.  Damit usur­pie­ren Poli­ti­ker das Null­mor­phem, das ihnen nicht gebührt, weil das Wahl­volk dar­über  zu bestim­men hat. Es ist ein Über­griff auf Sym­bo­li­sches – aber das ist eher das Epi­phä­no­men. Der Kampf um eine Posi­ti­on, die nichts zu sagen hat, kann kei­ne inhalt­li­che Fra­ge sein. Es ist die Fra­ge nahch der Macht im und über den Staat. Aber viel wich­ti­ger ist die inhalt­li­che Fra­ge. Heißt: wofür lohnt es sich, inhalt­lich die Fah­nen zu schwin­gen, gemein­sam öffent­lich auf­zu­tre­ten, wofür gilt es, Tri­kots anzu­zie­hen – wenn es denn kein Fuß­ball wäre. Was oder wen » Wei­ter­le­sen «

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