Das Thalia und die Spiel(plan)verderber 2: Durch Leiden wird man Demokrat

Dezember 5th, 2011 § 1 comment Autor: Ulf Schmidt

Inter­es­san­tes tut sich rund um die soge­nann­ten Demo­kra­ti­sie­rungs­ver­su­che des Tha­lia Thea­ters – und es beginnt ein Thea­ter rund um das Thea­ter, das ver­mut­lich weit­aus inter­es­san­ter ist als die Fra­ge, was denn am Ende wirk­lich gewin­nen wird.  Natür­lich ist Klug­scheis­se­rei hin­ter­her ein­fa­cher als die soli­de Orga­ni­sa­ti­on eines Par­ti­zi­pa­ti­ons­pro­zes­ses – die­se Ein­fach­heit erlau­be ich mir eben­so wie das Recht, mei­ne anfäng­li­che Beein­druckt­heit jetzt der nüch­ter­nen Betrach­tung wei­chen zu las­sen. Denn zu beob­ach­ten ist hier zunächst ein zukünf­ti­ger Lehr­buch­fall miss­ver­stan­de­ner Demo­kra­ti­sie­rung, den zu betrach­ten sich lohnt jen­seits der blo­ßen und letzt­lich ziem­lich irrele­van­ten Fra­ge, was an eini­gen Aben­den in einem Ham­bur­ger Thea­ter dem­nächst läuft. Zudem ist hier das eigent­lich ers­te Erschei­nen eines zukunfts­träch­ti­gen Thea­ters fest­zu­stel­len, von dem am Ende die­ses Pos­tings zu han­deln sein wird.

Das Pro­jekt: Mehr Demo­kra­tie gewagt – oder nur Lux und Dol­le­rei?

Das Tha­lia beschreibt die Akti­vi­tät als Demo­kra­ti­sie­rung eines Dienst­leis­tungs­un­ter­neh­mens. Der Inten­dant äußert hier im Inter­view sein Inter­es­se dar­an, was denn das Publi­kum wirk­lich sehen will – und sei es Har­ry Pot­ter. Anders lie­ße sich beschrei­ben: Die von einem demo­kra­ti­schen Gemein­we­sen – der Stadt Ham­burg – als ver­ant­wort­li­che Lei­ter einer städ­ti­schen Ein­rich­tung Ein­ge­setz­ten ent­zie­hen sich ein Stück weit der ihnen vom Gemein­we­sen zuge­wie­se­nen Auf­ga­be der inhalt­lich-kon­zep­tio­nel­len Aus­rich­tung die­ser Insti­tu­ti­on und der damit ver­bun­de­nen Ver­ant­wor­tung der von den Bewoh­nern des Gemein­we­sens auf­ge­brach­ten Finanz­mit­tel. Man lässt eine nicht begrenz­te und unde­fi­nier­te Grup­pe von Men­schen dar­über ent­schei­den, was statt­fin­den soll. Wir spie­len, was irgend­wer will.  Was auch immer, wer auch immer. Es muss nur eine aus­rei­chend gro­ße Zahl von Stim­men zusam­men­kom­men. Man könn­te die Bewoh­ner Ham­burgs eben­so gut dazu ver­pflich­ten, Regen­schir­me auf­zu­span­nen, wenn es in Aus­tra­li­en reg­net. Die Fremd­be­stim­mung durch die – sich selbst als unde­mo­kra­tisch ver­ste­hen­de – Thea­ter­lei­tung wird poten­zi­ell abge­ge­ben in eine ande­re Fremd­be­stim­mung durch irgend­wen.

Was heißt demo­kra­ti­sche Ent­schei­dung? Wer ent­schei­det was für wen in demo­kra­ti­schen Ent­schei­dungs­pro­zes­sen? Ich will gar nicht behaup­ten, dass sich die­se Fra­ge ein­fach so neben­bei in einem Satz oder einem Pos­ting beant­wor­ten lie­ße. Die Pro­ble­ma­tik der Spiel­plan­wahl reißt ledig­lich ein Feld auf, das an die Wur­zeln des Demo­kra­tie­ver­ständ­nis­ses reicht. Natür­lich stellt es sich für S21 in ähn­li­cher Wei­se. Wer ent­schei­det hier? Die Stutt­gar­ter – weil der Bahn­hof in ihrer Stadt liegt? Die Rei­sen­den, weil sie vom Bau betrof­fen sind und poten­zi­ell pro­fi­tie­ren? Die loka­le Wirt­schaft, der durch den Bau Gel­der in die Kas­se gespült wer­den? Die Finanz­po­li­ti­ker, die unter­schied­li­che Pro­jek­te gegen­ein­an­der abwä­gen müs­sen?

Wer nicht ver­stan­den hat, dass die Ent­schei­dungs­zu­wei­sung und die Defi­ni­ti­on des ent­schei­dungs­be­rech­tig­ten Krei­ses eine der grund­le­gen­den Auf­ga­ben der Orga­ni­sa­ti­on demo­kra­ti­scher Pro­zes­se ist – hat von der Demo­kra­tie ver­mut­lich nicht viel ver­stan­den. Er (oder sie) ver­steht nicht die poli­ti­sche Glie­de­rung von demo­kra­ti­schen Struk­tu­ren wie des föde­ra­len Staats­sys­tems, mit sei­nen Kom­mu­nal-, Län­der- und Bun­des­ebe­nen. Er (oder sie) ver­steht nicht, wo und inwie­fern die Euro­päi­sche Uni­on ein Demo­kra­tie­de­fi­zit hat. Und er (oder sie) ver­steht letzt­lich auch nicht den fun­da­men­ta­len Unter­schied von Aris­to­kra­tie, Och­lok­ra­tie, Plu­to­kra­tie und Demo­kra­tie.

Wer hät­te über den Tha­li­a­spiel­plan zu ent­schei­den wenn denn eine „Demo­kra­ti­sie­rung“ der Spiel­plan­ge­stal­tung gewünscht wird? Die Abon­nen­ten, die ver­mut­lich am meis­ten „betrof­fen“ sein wer­den von der Ent­schei­dung? Die Nicht­thea­ter­gän­ger, die wie­der ins Thea­ter gehen wol­len, sich aber vom bis­he­ri­gen Spiel­plan nicht ange­spro­chen füh­len? Die Ham­bur­ger Bür­ger, zu deren Gemein­we­sen das Thea­ter gehört, für das sie mit ihren Steu­er­mit­teln auf­kom­men? Die Thea­ter­lieb­ha­ber der Welt? Sind die­je­ni­gen, die von der Ent­schei­dung unmit­tel­bar betrof­fen sein wer­den, allein ent­schei­dungs­be­rech­tigt? Wem gebührt – und das ist die demo­kra­ti­sche Grund­fra­ge – die Macht der Ent­schei­dung, wenn die Inten­danz die­se Macht zumin­dest par­ti­ell abge­ben will?

Man kann und soll­te dem Tha­lia vor­wer­fen, sich die­ser Fra­ge nicht gestellt oder sie nicht beant­wor­tet zu haben. Und man kann nun ver­fol­gen, was die Kon­se­quen­zen der ver­mie­de­nen Ant­wort sind – indem man sich anschaut, was sich in den letz­ten Tagen und Wochen getan hat. Denn es fin­den sich hier komö­di­an­ti­sche Vari­an­ten demo­kra­ti­scher Ver­wer­fun­gen, die aus ande­ren Zusam­men­hän­gen bes­tens bekannt sind.

Die Macht­er­grei­fung der Inter­es­sen­grup­pen

Wie sich an den Zwi­schen­stän­den able­sen lässt, haben als ers­tes Ein­zel­ne oder Grup­pen den Griff nach der Macht ver­sucht, die unmit­tel­bar selbst von der Ent­schei­dung pro­fi­tie­ren wür­den: Auto­ren wenig bis gar nicht gespiel­ter Stü­cke, die das Inter­es­se ver­fol­gen, durch Auf­nah­me in den Spiel­plan Renom­mee und Tan­tie­men zu erlan­gen. Eine direk­te loka­le Ver­bin­dung nach Ham­burg ist nicht aus­zu­ma­chen. Es han­delt sich offen­bar nicht um Besu­cher des Tha­lia son­dern Pro­du­zen­ten, die die Gele­gen­heit wit­tern, wirt­schaft­li­che Inter­es­sen (im wei­tes­ten Sin­ne) zu ver­fol­gen. Und deren Inter­es­se gepaart mit einem „Freun­des­kreis“ ist groß genug, die vor­de­ren Plät­ze in der Rang­lis­te zu erobern. Denn zugleich tut die betrof­fe­ne Grup­pe der Ham­bur­ger Thea­ter­gän­ger, was zu erwar­ten war: Jeder ver­folgt ein klei­nes Par­ti­al­in­ter­es­se – was in der explo­si­ven Zunah­me an Vor­schlä­gen mün­det, die eine bis eini­ge weni­ge Stim­men erhal­ten.

In demo­kra­ti­schen Wahl­pro­zes­sen wur­de gegen die­ses Phä­no­men eine Absi­che­rung ein­ge­zo­gen: Wahl­vor­schlag und Stimm­ab­ga­be wer­den übli­cher­wei­se streng von­ein­an­der getrennt. Zunächst erfolgt die Auf­stel­lung einer Kan­di­da­ten­lis­te, wobei die Kan­di­da­ten in eini­ger­ma­ßen trans­pa­ren­ten Pro­zes­sen in der Zahl begrenzt wer­den. So sind etwa bestimm­te Unter­stüt­zer­zah­len von­nö­ten, um über­haupt als Kan­di­dat zuge­las­sen zu wer­den. Oder es ist eine Aus­wahl durch bestimm­te Grup­pen – etwa Par­tei­en – vor­ge­schal­tet, die selbst wie­der nach (idea­li­ter) trans­pa­ren­ten und demo­kra­ti­schen ver­fah­ren Kan­di­da­ten oder Kan­di­da­ten­lis­ten auf­stel­len. Schon die­se Pro­zes­se und Ver­fah­ren sind vol­ler mög­li­cher Unfäl­le, uner­wünsch­ter Ein­fluss­nah­men oder haben Trans­pa­renz­de­fi­zi­te. Trotz­dem sol­len sie dafür sor­gen, dass die beim Tha­lia gera­de zu beob­ach­ten­de Gefahr einer Zer­split­te­rung in eine Viel­zahl einer­seits, die Bevor­zu­gung durch star­ke Inter­es­sen ver­ein­ter und mit hin­rei­chen­dem Ein­fluss aus­ge­stat­te­ter Grup­pen ande­rer­seits zu ver­hin­dern.

Die Reak­ti­on der anony­men Empör­ten

Als sich die Spit­zen­grup­pe abzeich­ne­te, war plötz­lich die Bereit­schaft zur Empö­rung groß: Von „feind­li­cher Über­nah­me“ war auf der Face­book­sei­te des Tha­lia die Rede. Und es bil­de­te sich eine neue Grup­pe mit einer eige­nen Face­book­sei­te, die die Empör­ten um sich zu ver­sam­meln unter­nahm – und eine eige­ne Lis­te auf­zu­stel­len begann. Unter dem Pseud­onym „Fried­rich T.halia Wil­der“ (Update 2015: Face­book-Page inzwi­schen off­line) unter­nahm ein offen­sicht­lich Empör­ter, über den inter­es­san­ter­wei­se auf sei­ner Face­book­sei­te kei­ner­lei Infor­ma­tio­nen zu fin­den sind, die Zusam­men­stel­lung von drei Stü­cken aus dem durch­aus kon­ser­va­ti­ven Dra­men­re­per­toire – mit dem Ziel der Scha­dens­be­gren­zung. Es fin­det sich kein Hin­weis bei ihm dar­auf, dass die von ihm aus­ge­wähl­ten Stü­cke inhalt­lich beson­ders sinn­voll wären. Viel­mehr scheint ein „kleins­ter gemein­sa­mer Nen­ner“ das aus­schlag­ge­ben­de Kri­te­ri­um zu sein sie auf den Spiel­plan zu hie­ven. Es wird also von den Vie­len, die ihre ein­zel­nen Vor­schlä­ge ein­ge­reicht haben (oder auch noch nicht haben), ver­langt auf selbst­be­stimm­te Aus­wahl zu ver­zich­ten, um – so sagt es auch das Pro­fil­bild – das Tha­lia zu ret­ten vor den „feind­li­chen Über­nah­men“. Zwei der zu nomi­nie­ren­den Stü­cke wur­den bereits mit Start der Face­book­sei­te benannt. Ein Drit­tes wur­de aus etwa einem Dut­zend durch krea­ti­ve Umnut­zung der „Gefällt mir“ Funk­ti­on von den Sei­ten­fans „gewählt“. Dabei sind die abge­ge­be­nen Stim­men für die­ses drit­te Stück ver­schwin­dend gering. Es geht hier also nicht um inhalt­li­che Vor­schlä­ge – son­dern ledig­lich um die Gegen­re­ak­ti­on zur ers­ten Grup­pe der selbst­in­ter­es­sier­ten Auto­ren. Eine in ihrer Trol­lig­keit bemer­kens­wer­te Akti­on, die aber bei den aktu­el­len „Macht­ha­bern“ schein­bar auf Sym­pa­thie trifft. So betrach­tet han­delt es sich um die aus vie­ler­lei Zusam­men­hän­gen bekann­ten bezahl­ten Cla­queu­re, die auch in den aller­letz­ten Pha­sen der des­po­ti­schen Regie­run­gen des Maghreb noch mobi­li­siert wer­den konn­ten, um die alten Macht­ha­ber zu stüt­zen. Denn es ver­eint sie inhalt­lich nichts ande­res als der unbe­ding­te Wil­le, mög­lichst nichts zu ändern. „Wir sind noch ein­mal davon­ge­kom­men“ – dürf­te wohl eher als Kom­men­tar der Situa­ti­on zu ver­ste­hen sein, denn als wirk­lich dring­li­cher Wunsch, den Schul­thea­ter­schrott von Thorn­ton Wil­der noch­mals zu sehen.

Rück­ruf­ak­ti­on der Macht

Inzwi­schen tut wohl auch das Tha­lia das, was zu erwar­ten war: Sich schein­bar der „demo­kra­ti­schen“ Öff­nung hin­ge­bend, setzt man auf die eige­ne Netz­werk- und  Medi­en­macht, um die Wahl zu eige­nen Guns­ten zu beein­flus­sen. Eine Metho­de, die eben­falls aus pseu­do­de­mo­kra­ti­schen Zusam­men­hän­gen wie  dem Ita­li­en Ber­lus­co­nis bes­tens bekannt: Jaja, klar sollt ihr wäh­len. Aber ich nut­ze mei­ne media­le Macht, um eure Prä­fe­ren­zen so zu beein­flus­sen, wie es mir behagt. Man mag es als Zufall betrach­ten, dass ernst zu neh­men­de Demo­kra­ti­en sehr genau den Ein­fluss poli­ti­scher Par­tei­en und Akteu­re auf Mas­sen­me­di­en beob­ach­ten und zu begren­zen ver­su­chen (auch wenn par­tei­po­li­ti­sche Gefrä­ßig­keit in vie­len die­ser Medi­en dazu führt, dass die guten Absich­ten an Kun­ge­lei­en und Pro­porz­ent­schei­dun­gen in Hin­ter­zim­mern, Medi­en­rä­ten und ande­ren Auf­sichts- oder Ent­schei­dungs­gre­mi­en zu schei­tern dro­hen) – die ver­mut­lich unre­flek­tier­te Ein­fluss­nah­me des Tha­lia aller­dings zeigt, wie leicht und schnell „die Macht“ bei der Hand ist, ihre eige­nen Posi­tio­nen durch Ein­satz ihrer Medi­en­macht zu sta­bi­li­sie­ren..

So hat also wohl das Tha­lia per News­let­ter einen Ver­such gestar­tet, die Wahl inhalt­lich zu beein­flus­sen und eige­ne Vor­stel­lun­gen zu pro­mo­ten. Das jeden­falls geht aus eini­gen Hin­wei­sen her­vor – etwa auf nacht­kri­tik. Der News­let­ter liegt mir bis­her nicht vor – falls ihn jemand hat: Bit­te schi­cken an kontakt@postdramatiker.de. Dann wer­de ich die­sen Absatz hier updaten.

 Unfreund­li­che Mäch­te oder befreun­de­te Über­nah­me?

Eine etwas undurch­sich­ti­ge,  aber durch­aus akti­ve Rol­le hat Kamp­na­gel in Ham­burg ein­ge­nom­men. Auf Face­book pos­te­te man hier den Auf­ruf, für die Wie­der­auf­füh­rung des Black Rider von Wil­son zu voten. Und nicht nur das: Kamp­na­gel frag­te Wil­son auch direkt an, ob er das nicht über­neh­men wol­le – und der sag­te zu. Was ist davon zu hal­ten? Liest man den Text auf Face­book dazu, klingt es nach einer „freund­li­che Über­nah­me“ gegen Wunsch und Wil­len des Tha­lia Thea­ters:

Eigent­lich hat­te uns Tha­lia-Geschäfts­füh­rer Lud­wig von Otting ver­bo­ten, wei­ter­hin über das Tha­lia Thea­ter und Inten­dant Luxy zu schrei­ben. Nun erreich­te uns aber ein Hil­fe­ruf, weil eine der­zeit lau­fen­de Online-Abstim­mung des Tha­lia Thea­ters zum Desas­ter zu wer­den droht: Der neue Tha­lia-Phi­lo­soph Carl Hege­mann hat­te durch­ge­setzt, das Publi­kum über Stü­cke für die nächs­te Spiel­zeit abstim­men zu las­sen. Die Bür­ger soll­ten sich ihr Käth­chen selbst besor­gen. Nun haben aber unter­be­schäf­tig­te Auto­ren ihre Chan­ce erkannt und ihre Freun­de zur Abstim­mung für Stü­cke wie „Die Erb­sen­frau“ moti­viert, wel­che der­zeit die Lis­te anfüh­ren. Hoff­nung gibt es erst auf Platz 8, wo Robert Wil­sons legen­dä­res Stück „Black Rider“ mit 20 Stim­men steht. Wir haben des­we­gen ges­tern dem ame­ri­ka­ni­schen Welt-Regis­seur Wil­son eine Mail geschrie­ben: {…} Und jetzt Sie: Schi­cken Sie bit­te eine E-mail an das Tha­lia an: spielplanwahl@thalia-theater.de mit dem Betreff The Black Rider res­ta­ged vom Bob und schi­cken in der Mail Ihren Namen und ihre Adres­se. Mehr nicht — Sie ret­ten mal eben das Tha­lia Thea­ter und holen Bob nach Ham­burg.

Eine  Alli­anz also wie­der­um gegen die „unter­be­schäf­tig­ten Auto­ren“ – auch hier also blo­ße „ret­ten­de“ Gegen­be­we­gung, ergänzt um die Aus­wahl einer auf der Lis­te befind­li­chen Posi­ti­on – erwei­tert um die orga­ni­sa­to­ri­sche Initia­ti­ve.  Man kann fra­gen, ob und inwie­weit das Tha­lia mit in der Sache steckt – und damit einen schmut­zi­gen Weg gefun­den hat, die selbst auf­er­leg­te Ent­hal­tung zu umge­hen. Han­delt es sich  um eine Eigen­in­itia­ti­ve und damit Wahl­hil­fe einer befreun­de­ten Macht? Man möch­te sich ja schon fast der ernst­haf­ten Nach­fra­ge ent­zie­hen, was es mit dem „Hil­fe­ruf“ wohl auf sich habe, weil die schmis­sig geschrie­be­ne, lau­ni­ge Ein­las­sung doch gar so sehr den Wind ernst­haf­ter Dis­kus­si­on aus den Segeln zu neh­men scheint. Aber die Insze­nie­rungs­fach­leu­te wis­sen natür­lich genau genug, war­um sie reden wie sie reden – das ist ihr Beruf. Es gilt, ein „Desas­ter“ zu ver­mei­den. Klingt jetzt nicht so wahn­sin­nig lus­tig.

Man scheint bei Kamp­na­gel auch kei­ne Pro­ble­me damit zu haben, auf jeder Platt­form ein eige­nes klei­nes Schmie­ren­ko­möd­chen auf­zu­füh­ren. Wo also aus Face­book die Ret­tung vor dem Desas­ter gestar­tet wird – da behaup­tet man auf nacht­kri­tik, dass es sich um eine groß­ar­ti­ge Akti­on han­de­le:

Dass Carl Hege­manns demo­kra­ti­sche Par­ti­zi­pa­ti­ons-Akti­on ein Coup ist, zei­gen nicht nur die Kom­men­ta­re und Ver­schwö­rungs-Ver­mu­tun­gen hier, son­dern auch die unge­wöhn­li­che Plat­zie­rung von Stü­cken auf der aktu­el­len Hit­lis­te. Den Mut haben jeden­falls ande­re Dra­ma­tur­gi­en nicht, sich auf so ein offe­nes Spiel mit allen Kon­se­quen­zen und Beschimp­fun­gen ein­zu­las­sen.

Aha. Auf Face­book wird eine Wahl­be­ein­flus­sung los­ge­tre­ten, mit direk­ter Kon­takt­auf­nah­me zu einem Regie­kan­di­da­ten. Und auf nacht­kri­tik wird die Not­wen­dig­keit einer Ret­tung abge­strit­ten – oder wie soll sonst die jubel­pers­er­haf­te Lob­prei­sung Hege­manns zu ver­ste­hen sein? Was denn nun? Hat Hege­manns Akti­on ein dro­hen­des Desas­ter ver­ur­sacht – oder ist er der gro­ße Demo­kra­tor? Übri­gens könn­te die Fort­set­zung des Kamp­na­gel­kom­men­tars direkt von Erich Hon­ne­cker stam­men:

Denn allei­ne die Kom­men­ta­re auf der Tha­lia-Sei­te zei­gen, dass sich die Ham­bur­ger nichts mehr wün­schen, als noch­mal THE BLACK RIDER zu sehen („total aus­ge­bucht, ich konn­te kei­ne Kar­te bekom­men, dem traue­re ich immer noch nach“). Das Stück wäre immer voll, wir den­ken dabei also auch an unse­re Freun­de vom Tha­lia-Thea­ter.

Rich­tig, den Wil­son in sei­nem Lauf hal­ten weder Ochs noch Otting auf. Rich­tig – Demo­kra­ti­sie­rung heißt, wenn eine bedroh­te Insti­tu­ti­on oder ihr ästhe­ti­scher Bru­der­staat es bes­ser wis­sen als das Volk. Das Volk wünscht Wil­son statt Refor­men – auch wenn das Volk das selbst viel­leicht gera­de noch nicht weiß. Ham­bur­ger Früh­ling? Abge­sagt. Kamp­na­gel mar­schiert mit Wil­son im Tha­lia ein. Erbar­men! Zu spät – die ver­kamp­na­gel­ten Rus­sen kom­men. Und in der Mail an Wil­son behaup­tet Kamp­na­gel jeden­falls, dass Tha­lia selbst mit in die­ser Mani­pu­la­ti­on steckt:

The Tha­lia Theat­re in Ham­burg is in a mess. They have star­ted an online vote to let the audi­ence deci­de about 50% of their pro­gram for next sea­son. Some unknown, sup­po­sed­ly bad wri­ters with new media skills have activa­ted all their fri­ends to vote for their own plays and are now lea­ding the elec­tion-list. Now the Tha­lia Thea­ter has asked me to help them. There’s litt­le hope for them, as your Black Rider is num­ber 8 on the list. Would it be ok for you, if we try to push it with our Kamp­na­gel-news­let­ter? (Her­vorh. Von mir)

Also doch unhei­li­ge Alli­anz von Kamp­na­gel und Tha­lia? Das ist die Demo­kra­tie von der Inten­dant Lux im Deutsch­land­ra­dio Inter­view sprach? Noch­mal zum genie­ßen:

Lux:  … Das heißt ja nicht, dass man jetzt in Per­ma­nenz alles per Volks­ab­stim­mung zur Dis­po­si­ti­on stellt, aber Sie haben es vor­hin in der Anmo­de­ra­ti­on schon gesagt, wir leben ja in einem Ver­hält­nis zu unse­rer Demo­kra­tie, das in den letz­ten Jah­ren öfters pro­ble­ma­tisch gewor­den ist, wo ja vie­le — also ins­be­son­de­re die Grü­nen basis­de­mo­kra­ti­sche Ele­men­te viel deut­li­cher ver­an­kert haben möch­ten. War­um? Um die Par­ti­zi­pa­ti­on der Bür­ger an dem, was sie tun, zu erhö­hen. Das ist ja eine Grund­ten­denz in unse­rer Gesell­schaft, auch übri­gens in den sozia­len Aus­for­mu­lie­run­gen der jewei­li­gen Bezir­ke und Gemein­den, da gibt es ja auch immer Ten­den­zen, wo man sagt: So, wir wol­len jetzt hier — weiß ich nicht — eine Trep­pe bau­en, oder wir müs­sen da am Kirch­platz drei Bäu­me hin­pflan­zen. Es gibt ein­fach die­se Grund­ten­denz, dass die Bür­ger wie­der mehr …
Füh­rer: … wie­der mehr Demo­kra­tie …
Lux: … mehr Demo­kra­tie wol­len oder mehr Betei­li­gung jeden­falls. (Hier; “Füh­rer” ist übri­gens der Name der Inter­viewe­rin Susan­ne Füh­rer — nur um hier Miss­ver­ständ­nis­se zu ver­mei­den …)

Selbst­ver­or­tung in der Ten­denz zu mehr demo­kra­ti­scher Betei­li­gung – und dann Wahl­ma­ni­pu­la­ti­on? Natür­lich ist die­se thea­tra­le Demo­kra­tie nur eine Komö­die – nichts aber auch gar nichts hängt poli­tisch davon ab, was das Thea­ter auf den Spiel­plan setzt. Aber den gro­ßen Wor­ten so klein­geis­ti­ge und schmud­de­li­ge Taten fol­gen zu lassn zeugt von einem Demo­kra­tie­ver­ständ­nis, das einem Thea­ter nicht wür­dig ist.

Man könn­te glau­ben, das sei nur die para­noi­de Vor­stel­lung eines ein­zel­nen Blog­gers. Aber immer­hin in der Ber­li­ner Zei­tung fin­det sich hier (und hier auch in der Frank­fur­ter Rund­schau) ein in ähn­li­che Rich­tung wei­sen­der Kom­men­tar:

Zum The­ma: Wie tor­pe­die­re ich die Direk­te-Demo­kra­tie-Pro­jek­te eines Kon­kur­ren­ten?, gibt die Ham­bur­ger Off-Spiel­stät­te Kamp­na­gel ein Bei­spiel. Unter dem Slo­gan: „Ein Herz für das Thea­ter“ wird dazu auf­ge­ru­fen, für das eben noch auf Platz acht lie­gen­de Musi­cal „Black Rider“ von Robert Wil­son und Tom Waits zu votie­ren, das bereits im Tha­lia lief. Wenn jetzt die Wil­son-Freun­de gewin­nen (bestimmt mehr als 139), wür­de man die Tha­lia-Inten­danz zwin­gen, sich in den Schat­ten eines Vor­vor­gän­ger-Erfol­ges zu stel­len. Und wäh­rend die­ser Text ent­steht, rutscht „Black Rider“ bereits auf Platz eins (166).

Freun­de – ihr wollt Demo­kra­tie för­dern und bedient euch Mecha­nis­men, die ihr in demo­kra­ti­schen Zusam­men­hä­gen ableh­nen wür­det. Oder wie wür­de es euch gefal­len, wenn die Tür­ki­sche Regie­rung die in Deutsch­land leben­den tür­kisch­stäm­mi­gen Mit­bür­ger klar zur Wahl eines bestimm­ten Kan­di­da­ten auf­for­dern wür­de? Ist das die her­auf­be­schwo­re­ne Demo­kra­tie – oder ist es so oder so nur ein ziem­lich kleb­ri­ges und höchst unde­mo­kra­ti­sches Ver­fah­ren, um die eige­ne Kom­mu­ni­ka­ti­ons­macht für eige­ne Zwe­cke ein­zu­set­zen?

Es ist ja nicht, so dass etwa nur hier im Blog die­ses zwie­lich­ti­ge Geha­be kri­ti­siert wür­de – auch auf der ver­ehr­ten nacht­kri­tik fin­den sich zur Spiel­plan­wahl inter­es­san­te Kom­men­ta­re. So pos­te­te eine „Lina“:

Also, irgend­et­was ist da faul. Da soll das Publi­kum über vier Insze­nie­run­gen der nächs­ten Spiel­zeit abstim­men und von allen Sei­ten wird mani­pu­liert. Kann denn bit­te mal jemand vom Tha­lia oder von Kamp­na­gel öffent­lich dazu Stel­lung neh­men?

Nun – wer ist das Volk? Ein ande­rer Kom­men­ta­tor eröff­net eine poten­ti­el­le neue Vari­an­te der „Über­nah­me“ des Spiel­plans, die er ins­be­sond­re in der Wahl sei­nes Pseud­onyms auf­schei­nen lässt. Er nennt sich „Occu­py Tha­lia“ und schreibt:

Jeden­falls brau­chen wir jetzt eine Face­book-Akti­on für die­se unbe­que­men Stü­cke, die das Tha­lia weg­drü­cken will, falls die Zäh­lun­gen nicht auch mani­pu­liert wer­den, wovon aus­ge­gan­gen wer­den muß.

Noch ist nicht zu sehen, dass tat­säch­lich Initia­ti­ven der Akti­on bemäch­ti­gen, die sie wie­der­um für eige­ne, eigent­lich unthea­tra­le, all­ge­mein­po­li­ti­sche oder wirt­schaft­li­che Zwe­cke für sich zu Nut­zen zu machen ver­su­chen. Aber war­um eigent­lich soll­te die „Occupy“-Bewegung nicht ver­su­chen, das Tha­lia vier Insze­nie­run­gen lang über die wirt­schaft­li­chen Zusam­men­hän­ge infor­miert zu wer­den und nach­zu­den­ken? Occu­py erwähnt die Mög­lich­keit einer Kla­ge gegen das Vor­ge­hen des Thea­ters – was inso­fern nicht rein aka­de­misch ist, da es sich bei der Akti­on in humor­lo­ser Juris­tig­keit wohl um ein Gewinn­spiel han­delt, des­sen Mani­pu­la­ti­on Gerich­te gar nicht so wahn­sin­nig akzep­ta­bel fin­den.

Wer sich in Demo­kra­tie begibt, kommt dabei um … eini­ge Erfah­run­gen rei­cher wie­der her­aus

Wie schon Putin nach der ver­gan­ge­nen Duma-Wahl sag­te: „Das ist das bes­te Resul­tat, das wir ange­sichts der Lage in unse­rem Land erzie­len konn­ten.” Inzwi­schen geht es längst nicht mehr um lus­ti­ge Spin­ne­rei­en über mög­li­che Har­ry Pot­ter Insze­nie­run­gen, Musi­cals oder inter­es­san­te Publi­kums­wün­sche. Inzwi­schen ist aus­ge­bro­chen, was in Demo­kra­ti­sie­rungs­pro­zes­sen halt so aus­bricht. Trol­le ver­su­chen sich an die Macht zu brin­gen. Inter­es­sen­grup­pen ver­su­chen, sich in Stel­lung zu brin­gen. Die Kon­ser­va­ti­ven ver­su­chen die alten Struk­tu­ren zu bewah­ren. Die Macht­ha­ber fin­den, dass das mit der Demo­kra­tie nicht so gemeint war. Ihre Ver­bün­de­ten sprin­gen ihnen bei und unter­stüt­zen sie mit hilf­rei­chen oder Dana­er-Geschen­ken. Ein 1A-Komö­die ent­spinnt sich hier.  In deren Ver­lauf mit jedem neu­en Vor­schlag auf der Lis­te der ein­ge­reich­ten Stü­cke die Fra­ge, was denn gespielt wird, weni­ger rele­vant wird. Eine poten­zi­ell end­lo­se Abfol­ge von Belang­lo­sig­kei­ten, deren Belang­lo­sig­keit mit jedem wei­te­ren Vor­schlag nur immer wei­ter zunimmt. Ob hier die Ehe des Herrn Mis­sis­sip­pi oder Senf mit Würst­chen gespielt wird – ist völ­lig uner­heb­lich. Jeder Text, der sich auch die­ser Lis­te fin­det, nimmt einen kaum wie­der gut zu machen­den Scha­den. Weil er Teil eines Kram- und Trö­del­la­dens, Ver­lie­rer eines bana­len Wett­kampfs, Unter­le­ge­ner in einer Aus­ein­an­der­set­zung ist, in der es längst um ganz ande­res geht , als um die Tex­te und die Spiel­plan­po­si­tio­nen. Es geht um: die Macht.

Die woll­te das Thea­ter zu Beginn ein wenig abge­ben. Und stellt nun, da sich ande­re die­ser Macht bemäch­ti­gen fest, dass es sich in der Posi­ti­on der gerin­ge­ren Macht schlech­ter leben lässt. Freie Ent­schei­dung – jaja, schon. Aber bit­te: Kei­ne Auto­ren, die wir schei­ße fin­den. Wäre ja noch schö­ner. Und in den Kom­men­ta­ren auf nacht­kri­tik beginnt sich all­mäh­lich ein Shit­s­torm zu for­mie­ren – ein Phä­no­men, für das sich auch die Publi­kums­pres­se sehr inter­es­siert. Mal schau­en, wann die gro­ßen Medi­en wie SpOn oder ZEIT Online auf­sprin­gen.

Das Thea­ter der Demo­kra­tie

Wie ein­gangs gesagt, geht es gar nicht so sehr dar­um, die­se eine Akti­on zu bewer­ten, die Betei­lig­ten zu dif­fa­mie­ren oder zu klug­schei­ßen. Viel­mehr ist hoch inter­es­sant, wie sich an solch einer eigent­lich ver­nach­läs­sig­bar klei­nen „Demo­kra­ti­sie­rung“ Pro­zes­se beob­ach­ten las­sen, die sich in ande­ren demo­kra­ti­schen Pro­zes­sen – in denen es um Wesent­li­ches geht – eben­so sehen las­sen. Tat­säch­lich also spielt sich hier ein Thea­ter der Demo­kra­tie ab – ein Thea­ter spielt Demo­kra­tie in einem impro­vi­sa­to­ri­schen Mit­mach­thea­ter und führt dabei – ver­mut­lich unge­wollt, wenn nicht ein dra­ma­tur­gi­scher Teu­fel am Wer­ke ist – ein veri­ta­bles Netz­thea­ter­stück auf. Die­se Pro­duk­ti­on des Tha­lia, nen­nen wir es „Das Dra­ma der Demo­kra­tie“, gehört des­we­gen mei­nes Erach­tens auf die Nomi­nie­rungs­lis­te des Mühl­hei­mer Dra­ma­ti­ker­prei­ses des kom­men­den Jah­res. Seit lan­gem hat kein Thea­ter es in ähn­li­cher Wei­se geschafft, eine grö­ße­re Men­ge von Men­schen  in eine thea­tra­le Akti­on ein­zu­bin­den (und Kamp­na­gel fei­er ja zurecht im nacht­kri­tik-Kom­men­tar die Brei­te und Inten­si­tät der sich ent­spin­nen­den Dis­kus­si­on rund um das Thea­ter und die­se Akti­on), die allen Betei­lig­ten am eige­nen Lei­be erfah­ren lässt, was es mit Demo­kra­tie, Mit­be­stim­mung, Par­ti­zi­pa­ti­on wirk­lich auf sich hat. Eine in die­ser Hin­sicht gran­dio­ses Pro­jekt, dem es gelingt, lang ver­schüt­te­te, halb- oder unbe­wuss­te demo­kra­ti­sche Pro­zes­se offen zu legen, sie in ihrer gan­zen Fra­gi­li­tät, Bedroh­lich­keit, Miss­brauchs- und Unfall­an­fäl­lig­keit dar­zu­stel­len.

Mag also die Spiel­plan­wahl eigent­lich nur ein Kas­per­le­thea­ter sein – die (schein)partizipative Dyna­mik im Netz macht aus die­ser Pro­duk­ti­on eine zukunfts­wei­sen­de Arbeit. Und das übri­gens mei­ne ich ernst. Wer sich mit die­ser Pro­duk­ti­on beschäf­tigt, lernt so viel über Demo­kra­tie, Macht, Ein­fluss wie seit der Ores­tie dar­über nicht mehr in Thea­tern zu ler­nen war. „Pathei mathos“ hieß es bei letz­te­rem: Durch Lei­den ler­nen. Ich erlau­be mir umzu­for­mu­lie­ren: pathei demo­kra­tos. Durch lei­den wird man Demo­krat.

Man wird erken­nen, dass hier viel­leicht die Geburts­stun­de eines neu­en Thea­ters ist, das zumin­dest eine Spiel­art eines zukünf­ti­gen Netz­thea­ters für Sur­fer ist. Was in die­sen Thea­tern auf den Büh­nen gespielt wird, ist dabei übri­gens letzt­lich gar nicht so ent­schei­dend.

§ One Response to Das Thalia und die Spiel(plan)verderber 2: Durch Leiden wird man Demokrat

  • […] die Dis­kus­si­on etwas dif­fe­ren­zier­ter aus. Ins­be­son­de­re Post­dra­ma­ti­ker berich­te­te sehr fun­diert und wie­der­holt über die Akti­on. Axel Kopp und Chris­ti­an Hen­ner-Fehr begrüss­ten das Expe­ri­ment und kri­ti­sier­ten […]

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