Homo Oeconomicus IV

Februar 23rd, 2010 Kommentare deaktiviert für Homo Oeconomicus IV Autor: Ulf Schmidt

Im Nach­gang zu den letz­ten Pos­tings zur Wirt­schafts­wis­sen­schaft: wür­de der Homo Oeco­no­mi­c­us Arbeit auf­neh­men, wenn er auch ohne zu arbei­ten leben könn­te? Will hei­ßen: kann ein Neo­klas­si­ker eigent­lich ver­ste­hen, dass Men­schen arbei­ten wol­len — jen­seits von “Anreiz­me­cha­nis­men”, an die ver­mut­lich nicht ein­mal mehr Meer­schwein­chen­freun­de glau­ben. Oder wird der Neo­klas­si­ker nicht ein­räu­men müs­sen, dass eine strik­te Arbeits­ver­wei­ge­rung bei gleich­zei­ti­gem Hartz IV-Bezug hoch­gra­dig ratio­nal ist?

Er wird es ein­fach nicht ver­ste­hen. Die­se drit­te Dimen­si­on kommt in sei­ner zwei­di­men­sio­na­len Welt ein­fach nicht vor. Viel­leicht kön­nen wir die­sen armen geis­tig beschränk­ten Herr­schaf­ten ein wenig hel­fen? Kame­ra­kind Gui­do, der ges­tern wie­der ganz arg put­zig aber erfolg­los ver­such­te, eine erwach­se­ne Stel­lung­nah­me zur Fra­ge des Afgha­ni­stan-Krie­ges abzu­ge­ben, bedarf der Hil­fe. Um zu ver­ste­hen, was in sei­nem fik­ti­ons­ba­sier­ten Welt­bild nicht vor­kommt. Dass Men­schen Lust (irra­tio­nal!) zur Arbeit haben kön­nen. Wür­de ein Homo Oeco­no­mi­c­us eigent­lich ins Fit­ness­stu­dio gehen?

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