Liebling, ich habe die Wirtschaft geschrumpft

Februar 17th, 2010 Kommentare deaktiviert für Liebling, ich habe die Wirtschaft geschrumpft Autor: Ulf Schmidt

Ich fin­de es bes­ser, ein klei­nes ver­brauchs­ar­mes Auto zu fah­ren.

Ich brau­che kei­ne auf­wän­di­gen, son­dern einen erhol­sa­men Urlaub.

Ich brau­che kei­ne teu­ren, son­dern leb­li­che Möbel.

Ich muss nicht teu­er essen, son­dern lecker.

Ich habe kei­ne Lust auf muf­fli­ge Bank­an­ge­stell­te, erle­di­ge alles online.

Ich ver­glei­che im Inter­net Prei­se und kau­fe, wos am Güns­tigs­ten ist.

Ich weiß, dass Pro­duk­te bil­li­ger wer­den, wenn weni­ger Men­schen an der Her­stel­lung betei­ligt sind.

Und dass es noch bil­li­ger wird, wenn die Weni­gen noch weni­ger Geld bekom­men.

Mei­ne Freun­de ver­die­nen immer weni­ger und arbei­ten dafür mehr.

Des­we­gen sind sie gezwun­gen, güns­ti­ger ein­zu­kau­fen.

Sie ver­glei­chen stren­ger, spa­ren eher.

Des­we­gen wer­den noch weni­ger Men­schen noch güns­ti­ger pro­du­zie­ren müs­sen.

Bis sie sich weni­ger Pro­duk­te leis­ten kön­ne, weil auch die Bil­ligs­ten zu teu­er sind.

Dann wer­den Pro­duk­te vom Markt ver­schwin­den.

Und die zuge­hö­ri­gen Pro­duk­ti­ons­an­la­gen.

Und die Arbeits­plät­ze in die­sen Anla­gen.

Anla­gen, die über­le­ben wol­len, wer­den bil­li­ger pro­du­zie­ren müs­sen.

Sie wer­den tech­nisch die Effi­zi­enz stei­gern und Per­so­nal­kos­ten spa­ren müs­sen.

Und so spa­ren, spa­ren, spa­ren wir alle.

Und wer­den davon nicht etwa rei­cher.

Ist das naiv?

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