Sokrates und die Datei – die UnWesen der Philosophie

Februar 13th, 2012 Kommentare deaktiviert für Sokrates und die Datei – die UnWesen der Philosophie Autor: Ulf Schmidt

Hei­deg­ger dia­gnos­ti­zier­te als Pro­blem der abend­län­di­schen Meta­phy­sik, dass sie das Sein als Anwe­sen ver­stan­den habe. Dem war schon in mei­ner Dis­ser­ta­ti­on ent­ge­gen gehal­ten wor­den, dass in der Figur des Sokra­tes in den Schrif­ten Pla­tons die Figur gewor­de­ne Idee, die Sokra­tes ist, sich eben nicht durch Anwe­sen­heit, son­dern durch A-Prä­senz aus­zeich­net. Der „tote“ Sokra­tes ist da und nicht da. Er west weder an noch ab – er west un. Sokra­tes ist damit das Unwe­sen der Phi­lo­so­phie, der­je­ni­ge, der nicht wesen kann und Nicht­we­sen ist. Er ist res cogi­ta­ta der res cogi­tans, die den Namen Pla­ton trägt und (un)zweifelhaft der geis­ti­ge Urhe­ber der Dia­lo­ge, in denen Sokra­tes auf­tritt. Er ist res inex­ten­sa, inso­fern er nicht mate­ri­ell ist, denn als Spur in den Schrif­ten Pla­tons. Dar­in, als res cogi­ta­ta inex­ten­sa, gleicht Sokra­tes der digi­ta­len Datei.

Klar soweit?

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