Von der Geschichte zum Netz und zum Spiel

November 14th, 2009 Kommentare deaktiviert für Von der Geschichte zum Netz und zum Spiel Autor: Ulf Schmidt

Wenn das „Ende der Geschich­te“ nicht sub­stan­zia­lis­tisch die Voll­endung des Welt­ge­sche­hens, son­dern vor allem das Ende der Geschich­te als Form meint (und dabei nicht auf Erin­ne­rung ver­zich­tet), also das Ende der geschichts­phi­lo­so­phi­schen, escha­to­lo­gi­schen, teleo­lo­gi­schen, deka­denz­lo­gi­schen Erzäh­lun­gen – dann ist die­Fra­ge, was das Her­auf­zie­hen des Net­zes als Nach­fol­ge­form der Geschich­te für Impli­ka­tio­nen haben wird.

Luh­mann ist der vor­aus­schau­en­de Beschrei­ber die­ses Para­dig­mas im Namen des „Sys­tems“.  Éti­en­ne Sou­riau nann­te es „Jeu“ oder (nach Gozzi/Polti) “situa­ti­on”. Die Struk­tu­ra­lis­ten mögen es Struk­tur genannt haben. Wo die Geschich­te das Neben­ein­an­der zeig­te, zeigt das Netz das Neben­ein­an­der. Wo die Geschich­te das ungleich­zei­tig Fol­gen­de zeig­te, zeigt das Netz das gleich­zei­tig Inter­de­pen­den­te. Das Spiel (übri­gens ist das Spiel kein Gegen­satz zum Ernst!). Wei­te­re Über­le­gun­gen fol­gen. Zu Sou­riau gibts Eini­ges in mei­nem Text “Eti­en­ne Sou­riaus Theo­rie dyna­mi­scher Thea­ter­si­tua­tio­nen

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