Wirtschaftsdämmerung

November 15th, 2009 Kommentare deaktiviert für Wirtschaftsdämmerung Autor: Ulf Schmidt

Neh­men wir an, das grund­sätz­lich sta­bi­le Wirt­schafts­sys­tem wer­de nicht ab und an durch Kri­sen erschüt­tert. Son­dern das grund­sätz­lich insta­bi­le Wirt­schafs­sys­tem wer­de ledig­lich zeit­wei­se durch pau­sen­haf­te Momen­te der Ruhe cha­rak­te­ri­siert. Die selek­ti­ve und grund­sätz­lich posi­ti­ve Wahr­neh­mung der Men­schen  füh­re ledig­lich dazu, die sta­bi­len Zwi­schen­zei­ten fälsch­lich für eine Basis zu hal­ten.

Die Schwie­rig­keit besteht dar­in, den Beginn der gegen­wär­ti­gen Kri­sen zu fin­den. Nicht nur aus geschichts­phi­lo­so­phi­scher Schwä­che des Blicks. Finanz­kri­se ali­as Old Eco­no­my Kri­se. Davor die New Eco­no­my Kri­se ali­as Bör­sen­kri­se. Davor die Ratio­na­li­sie­rungs­kri­sen, Ölkri­sen, Japan­kri­se, Fern­ost­kri­se. Gibt es irgend­wo im Netz viel­leicht eine Auf­stel­lung der Kri­sen? Ich behaup­te: Sie fügen sich fast bruch­los anein­an­der bis hin zur Erfin­dung der Dampf­ma­schi­ne, Eisen­bahn usw. Die Wirt­schafts­kri­se und damit die Kri­se der Arbeit und Arbeits­lo­sig­keit ist 200 Jah­re alt.

Unter­bro­chen wird die­se Kri­se nur durch die Krie­ge und ihre Zer­stö­run­gen – inklu­si­ve der dar­auf fol­gen­den Wie­der­auf­bau­pha­sen, die in ihrer letz­ten Pha­se zu einer Reich­tums­pau­se füh­ren. Heißt: Wenn alles auf­ge­baut ist und die Rou­ti­ne dazu führt, dass trotz­dem wie blö­de wei­ter geschuf­tet wird – führt dies zu einer Pha­se des gro­ßen Wohl­stands. Deutsch­land in den 60er/70er Jah­ren. Danach gibs schon wie­der abwärts. Und die­se Abwärts­be­we­gung hält an und setzt sich fort. Geschichts­phi­lo­so­phisch betrach­tet.

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