Zur Verteidigung des Politischen gegen Freund und Feind

Dezember 18th, 2010 § 2 comments Autor: Ulf Schmidt

In einem klu­gen und sehr lesens­wer­ten Blog­post kon­sta­tiert Tho­mas Mai­er den „Tod des Poli­ti­schen“. Dem ist ent­schie­den ent­ge­gen zu tre­ten. Zunächst, weil das Poli­ti­sche durch sol­che Todes­er­klä­run­gen zu ster­ben droht. Die schein­ba­re Kon­sta­tie­rung des Todes ist tat­säch­lich die per­for­ma­ti­ve Ster­be­hil­fe. Zwei­tens weil sei­ne Dia­gno­se für einen län­ge­ren Zeit­raum der letz­ten Jah­re viel­leicht zutref­fen mag – mit der Ein­schrän­kung, das das Poli­ti­sche aller­dings nur hirn­tot war. Die poli­ti­schen Orga­ne hin­ge­gen – um in der alten Meta­pho­rik des cor­pus poli­ti­cum zu blei­ben – lau­fen der­weil mun­ter hirn­los Amok.

Zum Drit­ten ist der Dia­gno­se ent­ge­gen zu tre­ten, weil das Poli­ti­sche direkt von Carl Schmitt und sei­ner hin­läng­lich bekann­ten Bestim­mung des Begriffs de Poli­ti­schen als Dif­fe­renz von Freund/Feind her­lei­tet, die ergänzt wird einer­seits durch den dem Aus­nah­me­zu­stand gebie­ten­den Sou­ve­rän, ande­rer­seits (wie Agam­ben gezeigt hat) durch sein Gegen­stück, den Homo Sacer.

Jen­seits von Freund und Feind

Viel ist zu Schmitt geschrie­ben wor­den, wenig davon habe ich gele­sen – weil die Freund-Feind-Unter­schei­dung im Ansatz unzu­rei­chend ist. Viel­mehr ist die Freund-Feind-Unter­schei­dung der Ent­ste­hung des Poli­ti­schen nach­ge­ord­net. Die The­se: Nach­dem sich der Raum des Poli­ti­schen öff­ne­te, sorgt die Freund-Feind-Dif­fe­renz für die Mög­lich­keit, die­sen Raum zu begren­zen. Es wäre ein Raum des Poli­ti­schen denk­bar, der ohne Freund/Feind und ohne Gren­zen aus­kommt. Der aller­dings zugleich Gefahr lie­fe, Freund und Feind im Inne­ren zu haben. Wenn der Feind nicht der Frem­de ist, son­dern der Freund sich zum Feind ent­frem­det oder bes­ser: ent­freun­det.

Um Freund/Feind bestim­men zu kön­nen, muss bereits eine Bewusst­seins­bil­dung statt­ge­fun­den haben, die den Raum des Poli­ti­schen eröff­net. Es ist der Raum nach dem Riss und dem Zwie­spalt, den das Thea­ter in sich ent­hält.

Das Ent­ste­hen des Poli­ti­schen aus dem thea­tra­len Beob­ach­ter

Das mag zunächst kryp­tisch erschei­nen. Aber wenn Thea­ter kon­se­quent nicht als irgend­ei­ne bestimm­te onti­sche Eigen­heit defi­niert wer­den kann (was sie nicht kann, wie andern­orts zu bewei­sen sein wird), bleibt nur noch, Thea­ter als eine bestimm­te bewuss­te Betrach­tungs­wei­se des Vor­lie­gen­den zu ver­ste­hen. Es heißt, dass ein Beob­ach­ter ent­steht (der viel­leicht im Audi­to­ri­um sitzt, viel­leicht auch nicht), der das, was er betrach­tet, als Thea­ter betrach­tet. Zugleich ein Vor­lie­gen­des vor­han­den ist, das in die­ser Betrach­tung zugleich in einen Zwie­spalt führt, was das Vor­lie­gen­de ist. Thea­ter IST die­ses Bewusst­sein und die­ser Zwie­spalt zugleich. Dem Thea­ter­be­wußt­sein begeg­net etwas, das es als Thea­ter betrach­tet, und das dadurch in den Zwie­spalt gerät, zwei­er­lei zu sein.

Der geris­se­ne Kör­per des Königs

Kan­to­ro­wicz hat die­sen Zwie­spalt in den „Zwei Kör­pern des Königs“ beschrie­ben – wenn man nicht den Feh­ler begeht, den König zu einem rea­len und einem imaginär/transzendental/metaphysischen Kör­per zu erklä­ren. Der Kör­per des Königs ist zwei. Er ist in ich zwie­ge­spal­ten, wie der Beob­ach­ter des Königs eben vom König durch den Riss getrennt ist, der ihn zum Beob­ach­ter macht. Der Satz „Ich bin dein König“ (oder das Tra­gen der Kro­ne und ähn­li­cher Insi­gni­en, das Besit­zen des Thro­nes) ist die impli­zi­te Auf­or­de­rung: Beob­ach­te mich al etwas ande­res, als den dicken häss­li­chen Mann, der vor dir sitzt. Und sei, indem du die­se Beob­ach­tung anstellst, selbst etwas ande­res, als das, was du sonst zu sein meinst. Wer­de Unter­tan.

Die­ses Bewusst­sein muss bereits am Werk sein, bevor die Fra­ge Freund/Feind über­haupt gestellt wer­den kann. Die Fähig­keit, ange­sichts eines Begeg­nen­dem in der Begeg­nung de beob­ach­ten­den Riss ein­zu­füh­ren und den Begeg­nen­den dar­auf­hin zu betrach­ten, ob er e(König oder) Freund oder Feind ist, ist das Thea­ter­be­wußt­sein. Dass in der poli­ti­schen Theo­rie (ins­be­son­de­re der mon­ar­chi­schen Tra­di­ti­on immer wie­der Meta­phern und Begriff­lich­keit von Insze­nie­rung, Büh­ne, Kos­tüm usw. auf­tau­chen, darf hier als indi­zie­ren­der Wink ver­stan­den wer­den, dass Thea­ter durch­aus schon immer im theo­re­ti­schen Spiel anwe­send war).

Der Ursprungs­my­thos bei Livi­us

In „Der fik­ti­ve Staat“ von Albrecht Koschor­ke et al fin­det sich ganz zu Beginn ein fas­zi­nie­ren­des Zitat aus Titus Livi­us „Ab Urbe Con­di­ta“  — eine Art Ursze­ne der Ent­ste­hung des Poli­ti­schen, die ich mir hier in Gän­ze zu zitie­ren erlau­be:

Es ist eine der Ursze­nen Euro­pas: Im Jahr 494 v. Chr. Bricht in Rom ein Auf­ruhr aus. Das Volk ver­lässt die Stadt und zieht drei Mei­len hin­aus auf den hei­li­gen Berg. „In der Stadt herrsch­te gewal­ti­ger Schre­cken; alles schweb­te in gegen­sei­ti­ger Furcht.“ (Livi­us AuC, II.32.5) Die Patri­zi­er sor­gen sich vor offe­nem Bür­ger­krieg, zumal Fein­de die inne­re Schwä­che für einen Angriff aus­nut­zen könn­ten. „Die Ein­zi­ge Hoff­nung“, so stellt sich in Livi­us’ monu­men­ta­lem Geschichts­werk Ab Urbe Con­di­ta über einen Abstand von fast fünf Jahr­hun­der­ten die Lage dar. „schin ihnen in der Ein­tracht zwi­schen den Bür­gern zu bestehen; sie müs­se man dem Staat (civi­ta­ti) wie­der­ge­win­nen, kos­te es, was es wol­le.“ (II.32.7) Dann folgt die ent­schei­den­de Epi­so­de:

Man beschloß also, Menen­i­us Agrip­pa als Unter­händ­ler zum Volk zu schi­cken. Er war ein rede­ge­wand­ter Mann und, weil er selbst aus dem Volk stamm­te, bei die­sem beliebt. Er wur­de ins Lager ein­ge­las­sen und soll in der alter­tüm­lich-schlich­ten Art von damals ein­fach fol­gen­des erzählt haben: Einst, als im Men­schen noch nicht wie heu­te alles ein­heit­lich ver­bun­den war, als jedes der ein­zel­nen Glie­der des Kör­pers sei­nen Wil­len, sei­ne eige­ne Spra­che hat­te, empör­ten sich die übri­gen Glie­der, dass sie ihre Sor­ge und Mühe und ihre Diens­te nur auf­wen­de­ten, um alles für den Magen her­bei­zu­schhaf­fen. Der Magen aber lie­ge ruhig mit­ten­drin und tue nichts ande­res, als sich an den dar­ge­bo­te­nen Genüs­sen zu sät­ti­gen. Sie ver­ab­re­de­ten sich also fol­gen­der­ma­ßen: Die Hän­de soll­ten kei­ne Spei­se mehr zum Mun­de füh­ren, der Mund nichts Ange­bo­te­nes mehr anneh­men, die Zäh­ne nichts mehr zer­klei­nern. Wäh­rend sie nun in ihrr Erbit­te­rung den Magen durch Aus­hun­gern bezwin­gen woll­ten, kamen die ein­zel­nen Glie­der alle zugleich mit dem gan­zen Kör­per an den Rand völ­li­ger Erschöp­fung. Da sahen sie ein, dass sich auch die Auf­ga­be des Magens durch­aus nicht in fau­lem Nichts­tun erschöpf­te, dass er eben­so­sehr ande­re ernäh­re, wie er selbst ernährt wer­de. Er brin­ge ja das Blut, das durch die Ver­ar­bei­tung der Spei­sen gebil­det wird und durch das wir leben und bei Kräf­ten blei­ben, gleich­mä­ßig auf die Adern ver­teilt in alle Glie­der des Kör­pers. Indem er durch den Ver­gleich zeig­te, wie die­se Auf­ruhr im Kör­per Ähn­lich­keit hat­te mit der Erbit­te­rung des Vol­kes gegen die Väter, soll er die Gemü­ter umge­stimmt haben. (Koschor­ke et al, 15f.)

Die exter­ne Beob­ach­tung

Natür­lich ist nie­mand so naiv zu glau­ben, Titus Livi­us beschrie­be hier eine „his­to­ri­sche“ Sze­ne. Er schreibt ein His­tör­chen. Er erzählt eine Geschich­te. Was aber an der Geschich­te ver­blüf­fend ist (und von den Auto­ren lei­der igno­riert wird), ist die Ent­ste­hung des Poli­ti­schen.  Er soll sich also vor das Volk gestellt haben, das aus der Stadt aus­ge­zo­gen ist, und eine Geschich­te vor­ge­tra­gen haben. Eine Geschich­te, die hier als „Ver­gleich“ beschrie­ben wird. Das Volk steht außer­halb der Stadt – und Agrip­pa lässt sich die Gemein­schaft „von außen“ betrach­ten. Er erzählt eine Geschich­te über Haupt, Glie­der Orga­ne, die zugleich die Beschrei­bung die­ser Gemein­schaft ist. Die Gemein­schaft IST ein Kör­per. Sie ist Ein­heit und Viel­heit – unver­mit­tel­bar. Nie­mals wird die Viel­heit in der Ein­heit auf­ge­hen, nie­mals die Ein­heit in der Viel­heit, das „Ich“ im „Wir“ (tota­li­ta­ri­sie­ren­de Bestre­bun­gen sind hin­rei­chend bekannt, eben­so die sich dar­auf erge­ben­den Ver­ein­ze­lungs­be­we­gun­gen, die durch die Ver­ein­heit­li­chung der Viel­heit her­vor­ge­trie­ben wur­de).

Wäh­rend die Erzäh­lung des Livi­us, der in sei­ner Schrift eine Ima­gi­na­ti­on von Ver­gan­gen­heit vor­legt, die völ­lig vom Erzähl­ten getrennt ist, ist die Erzäh­lung des Agrip­pa eine sol­che, die den Beob­ach­tern den Zwie­spalt des Vor­lie­gen­den auf­deckt. Aus­ge­zo­gen aus der Stadt, for­dert er sie auf, zu Beob­ach­tern zu wer­den und die Viel­heit als Ein­heit, die Ein­heit als Viel­heit zu betrach­ten.

Freund und Feind sind sekun­dä­re Ablei­tun­gen

Erst nach die­ser Betrach­tung, nach­dem sich also die Ein­heit-in-Viel­heit-in-Ein­heit kon­sti­tu­iert hat, kann die Fra­ge gestellt wer­den, ob der Kör­per Gren­zen und ein Außen hat, ob die Viel­heit Gren­zen und jen­seits der Gren­zen Freun­de und Fein­de hat. Die­se Fra­ge aber muss nicht gestellt wer­den – und daher ist Schmitts Begriff des Poli­ti­schen eben nicht der Begriff des Poli­ti­schen son­dern des Staa­tes, der Nati­on (je nach­dem, ob man die simp­le Grenz­zie­hung in der Erde als Mög­lich­keit der Freund-Feind-Dif­fe­renz anset­zen will, oder das Geburts- und Blut­recht, das Fein­de auch inner­halb der Gren­zen zulässt, ja selbst jen­seits der Gren­zen zischen Freund und Feind als Bluts­ver­wand­te und „Bluts­frem­de“  dif­fe­ren­zie­ren kann) oder sogar der poli­ti­schen Par­tei­en, die die Freund-Feind The­ma­tik im Inne­ren reprä­sen­ta­tiv durch Sic et Non, Regie­rung und Oppo­si­ti­on pazi­fi­ziert .

For­men des Poli­ti­schen jen­seits von Freund und Feind

Recht lesens­wert fin­de ich gegen­wär­tig „Das Poli­ti­sche und die Poli­tik“ von Bedorf/Röttgers, die in ihrer Ein­lei­tung vier Grund­for­men des Den­kens des Poli­ti­schen dar­le­gen, von denen Schmitts nur eine dar­stellt. Ohne die gan­ze Brei­te refe­rie­ren zu wol­len, habe ich auf mei­ne Agen­da Clau­de Lefort gesetzt, des­sen Ansät­ze mir jen­seits von Schmitt, Agam­ben, Nan­cy, Lacoue-Labart­he, Ran­cie­re, Badiou am Frucht­bars­ten erschei­nen, nicht nur weil er die thea­tra­le Begriff­lich­keit (die er sel­ber viel­leicht sogar für Meta­pho­rik hält?), frucht­bar für sei­ne Begriffs­übung nutzt. Liest man viel­mehr Bedorfs Beschrei­bung der Grund­struk­tur des Poli­ti­schen, bezieht Livi­us’ Agrip­pa­er­zäh­lung mit ein, kommt man gar nicht umhin, die Zwie­späl­tig­keit des Beob­ach­ters und des Beob­ach­te­ten und zugleich den Riss zwi­schen bei­den, der sowohl die Zwie­späl­tig­keit als auch den Raum des Poli­ti­schen (als Unbe­grenz­ten) erst eröff­net, zu kon­sta­tie­ren:

Der sym­bo­li­sche Pol, von dem aus die Gesell­schaft sich selbst dar­stellt, muss zugleich in einem Außen (Um den voll­stän­di­gen Über­blick zu gewähr­leis­ten) und im Innern des Gesell­schaft lie­gen (wenn der Anspruch voll­stän­di­gen Über­blicks ein­ge­löst wer­den soll. (Bedorf/Röttgers 29; Unter­str. Von mir; Kur­siv im Ori­gi­nal)).

Der Riss zwi­schen Beob­ach­ter und Beob­ach­te­tem

Durch den Riss spal­tet sich der Beob­ach­ter vom Beob­ach­te­ten ab, kann sich aber nicht gänz­lich abspal­ten, weil er selbst Teil des Beob­ach­te­ten ist – es sei denn, er schreibt ein His­tör­chen über die Kon­sti­tu­ti­on des Ris­ses und des Zwie­spalts. Agrip­pa ist sowohl innen als auch außen, ist zugleich Beob­ach­te­ter und Beob­ach­te­tes. Ist zugleich Dar­stel­ler und Dar­ge­stell­ter. Und damit öff­net sich das Poli­ti­sche als ein Raum, der zugleich den Riss zwi­schen Sze­ne und Audi­to­ri­um vor­aus­setzt, wie er ihn zugleich über­schrei­tet. Denn auch der Zuschau­er ist letzt­lich ein Zuschau­spie­ler.

Der poli­ti­sche Impe­ra­tiv: Wer­det Beob­ach­ter

Agrip­pas Ope­ra­ti­on ist ein Auf­ruf zur Beob­ach­tung. Sein Impe­ra­tiv: Betrach­tet die Viel­heit der Stadt als ein zusam­men­hän­gen­des Gebil­de dem Kör­per gleich. Die Ana­lo­gie könn­te anders gewählt wer­den. Agrip­pa hät­te etwa Luh­mann gele­sen haben kön­nen und vor­schla­gen, die Men­ge als Sys­tem zu betrach­ten. Oder als Bie­nen­korb, Schiff – was auch immer (Bei Diet­mar Peil gibt es eine sehr umfas­sen­de Dar­stel­lung der Herr­schafts­me­ta­pho­rik). Die Unter­schei­dung zwi­schen dem Sys­tem oder dem Poli­ti­schen und der Men­ge ist kei­ne onti­sche. Es ist kei­ne Unter­schei­dung zwi­schen Sys­tem und Umwelt, die außer­halb der Beob­ach­tung des Beob­ach­ters, der die­se Unter­schei­dung durch sei­ne Beob­ach­tung kon­sti­tu­iert, „exis­tiert“. Es ist eine Beob­ach­tung, zu der Agrip­pa auf­ruft, und die sich nach dem Auf­ruf zur Beob­ach­tung nicht mehr zurück­neh­men lässt.

Ob also – um auf die Aus­gangs­fra­ge zurück zu kom­men – das Poli­ti­sche stirbt wenn die Freund-Feind-Dif­fe­renz schwin­det, ist mehr als frag­lich. Ich den­ke nicht, dass es ver­schwin­det. Es ver­schwin­det ledig­lich eine bestimm­te Form der pol­ti­schen Grenz­zie­hung. Die tra­di­tio­nel­le Sehn­sucht nach sol­chen Grenz­zie­hun­gen aber – auch und ins­be­son­de­re in Deutsch­land – for­dert beson­de­re Wach­sam­keit und vor allem: ein Bewusst­sein des Poli­ti­schen. Gera­de die letz­ten Tage zei­gen, wel­che lei­der nur schla­fen­den (statt toten) Cer­be­ri der Ver­dacht einer begeg­nen­den Feind­schaft (isla­misch­gläu­bi­ger Men­schen) erwe­cken kann. Lässt man es zu, eine Gemein­schaft­lich­keit oder Gesell­schaft­lich­keit auf die­ser dum­men weil nach­ge­la­ger­ten Freund-Feind (wir-die) Dif­fe­renz zu begrün­den, leis­tet man dem Tod des Poli­ti­schen Vor­schub und über­lässt den hirn­lo­sen poli­ti­schen Orga­nen die Hoheit, die nichts Bes­se­res zu tun haben, als Gren­zen zu zie­hen, Ver­däch­ti­ge aus­zu­gren­zen, Fein­de all­über­all zu wit­tern.

To be con­ti­nued.

P.S. Bei Suchen nach Lefort bin ich über die­sen enorm klu­gen und inter­es­san­ten Text von Micha­el Hirsch gestol­pert, den ich mir genau­er anse­hen und hier emp­feh­len will: „Der Staat als Kir­che. Die Gemein­schaft ‚des Poli­ti­schen‘“.

§ 2 Responses to Zur Verteidigung des Politischen gegen Freund und Feind"

  • Thomas Maier sagt:

    Gera­de ent­deckt. Lese ich mor­gen oder am Wochen­en­de. Her­fried Münk­ler oder (mei­nen hal­ben Namens­vet­ter) Tho­mas Mey­er zum The­ma Ästhe­ti­sie­rung und Thea­tra­li­sie­rung der Poli­tik gele­sen? Sen­nett wäre als Back­ground auch noch ganz gut, sei­ne Über­le­gun­gen zum Thea­ter der Öffent­lich­keit sind Vorraus­set­zung dafür. Zum Inhalt aber wie gesagt dem­nächst.

  • Postdramatiker sagt:

    Gele­sen, ja. Nicht wirk­lich befrie­di­gend.

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