Projekt: Thesen zum Theater

Juli 24th, 2010 § 6 comments Autor: Ulf Schmidt

Das Blog gibt einen wun­der­ba­ren Rah­men ab, um Halb­ge­dach­tes zur Dis­kus­si­on zu stel­len, umzu­den­ken, neu zu den­ken, umzu­schrei­ben und anders zu for­mu­lie­ren. Dar­aus mögen viel­leicht ein paar abschlie­ßen­de Gedan­ken ent­ste­hen, die sich zu The­sen zusam­men­fas­sen las­sen. Nicht für Kir­chen­tü­ren. Fürs Nach­den­ken: To be con­ti­nued.

Das Kom­men­tie­ren im Blog muss dage­gen — der Pre­mie­ren­kri­tik gleich, die auch über alle der Kri­tik zeit­lich nach­fol­gen­den Auf­füh­run­gen gül­tig blei­ben will — jeder­zeit dar­auf insis­tie­ren, dass das Pos­ting ein Doku­ment ist und bleibt, sodaß auch nach Ver­öf­fent­li­chung des Kom­men­tars das Kom­men­tier­te sich noch so ver­hält, wie es vor dem Ver­fas­sen des Kom­men­ta­res sich dar­stell­te. Es behan­delt das Unfer­ti­ge als Vor­lie­gend. Es behan­delt die Pau­se als Ende des Pro­zes­ses. Als wäre auch der Kom­men­ta­tor unter jedem Arti­kel und in jedem Kom­men­tar der­sel­be, wenn er unter dem sel­ben Namen auf­tritt, immer ein ande­rer, wenn ver­schie­de­ne Namen auf­trä­ten.

§ 6 Responses to Projekt: Thesen zum Theater"

  • Rolf sagt:

    Somit ist es, als (nicht mehr so ganz) zeit­ge­mäs­se Gestalt des Ewig-Gest­ri­gen (wor­in sich jenes -sich erhal­tend- ver­wan­delt), hyper-doku­men­ta­risch. Not yet “post-”?

  • Rolf sagt:

    Der obi­ge Kom­men­tar zum “Kom­men­tie­ren im Blog” weist von sich, daß jenes, was er für sei­nen Gegen­stand behaup­tet auch für ihn selbst gel­ten könn­te?

    DIESER Kom­men­tar jeden­falls möch­te alle Anschul­di­gun­gen sei­ner­seits von sich wei­sen: er ver­steht sich eben­falls als unfer­tig und nicht abschluß­haft.

    Was nun?

  • firestarter sagt:

    Läge da der Schluß nicht nahe, die Kom­men­tar­funk­ti­on ein­fach zu deak­ti­vie­ren?

  • Postdramatiker sagt:

    Im Gegen­teil. Ziel des Blog ist, gemein­sam die Din­ge mög­lichst in Bewe­gung zu hal­ten. Gemein­sam. Dabei die Ver­än­der­lich­keit als Kraft die­ses Medi­ums zu nut­zen. Glück­li­cher­wei­se ist nie­mand hier gezwun­gen, an einem Doku­ment zu arbei­ten. An einem Buch, einer Urkun­de, einem State­ment, einer Rede. Hal­ten wir die Din­ge im Fluß.

  • Rolf sagt:

    Vor­der­hand sehe ich die Blogs als Per­ver­si­on der e-Lis­ten, die dar­in besteht, dass pro­prie­tä­re Ver­hält­nis­se re-akti­viert wer­den. Es gibt wie­der Auto­ren und Publi­kum und das Publi­kum darf sogar etwas dazu sagen (Klas­si­scher Vor­trag mit Fra­gen).

  • Siggi sagt:

    Rolf: Gegen­über einem Autor hat der Blog­schrei­ber die zusätz­li­che Mach­be­fug­nis eines Ver­le­gers: Ent­schei­den zu kön­nen, was an Kom­men­ta­ren und Kri­ti­ken ver­öf­fent­licht wird und was lie­ber unter­drückt und zurück­ge­hal­ten wer­den soll.

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