Theater als moralische Anstalt und unmoralisches Unternehmen – Teil 2

April 29th, 2012 § 1 comment § permalink; Autor: Ulf Schmidt

Nun also den bereits eigent­lich im letz­ten Pos­ting geplan­ten Rezen­si­ons­text zu „Unter­neh­mens­ethik für den Kul­tur­be­trieb – Per­spek­ti­ven am Bei­spiel öffent­lich recht­li­cher Thea­ter“ von Dani­el Ris, der nicht im enge­ren Sin­ne Rezen­si­on sein wird. Dazu hat die lite­ra­ri­sche Form der aka­de­mi­schen Mas­ter­ar­beit zu vie­le Eigen­ge­setz­lich­kei­ten, die zwar aka­de­misch begut­ach­tet wer­den, nicht aber rezen­siert wer­den kön­nen. Sie mögen ner­vig sein, gehö­ren aber zu die­ser Form. Dazu gehört die ein­lei­ten­de und für das eigent­li­che Ziel doch eher einen Umweg dar­stel­len­de Auf­ar­bei­tung unter­schied­li­cher Ethi­ken im All­ge­mei­nen und Ansät­zen für Unter­neh­mens­ethik im Beson­de­ren. Muss man so machen, macht er gründ­lich. So weit so gut.

Span­nend wird das Büch­lein an ande­rer Stel­le, in sei­nem empi­ri­schen Teil. Ris hat es geschafft, Inter­views mit einem Dut­zend Inten­dan­ten zu füh­ren und die­se zu ihren ethi­schen oder all­ge­mei­nen Grund­sät­zen der Mit­ar­bei­ter- und Unter­neh­mens­füh­rung zu befra­gen.  Es sind Klaus Zehelein (Prä­si­dent des Büh­nen­ver­eins), Ulrich Khuon (DT Ber­lin), Mar­tin Kusej (Staats­schau­spiel » Wei­ter­le­sen «

Theater als moralische Anstalt und unmoralisches Unternehmen – Teil 1

April 29th, 2012 § 4 comments § permalink; Autor: Ulf Schmidt

Auf nacht­kri­tik fin­det gera­de eine der inten­sivs­ten Kom­men­tar­de­bat­ten der letz­ten Zeit statt, anschlie­ßend an den Arti­kel zum Kul­tur­in­farkt (hier) und an einen wei­te­ren Bei­trag zur sozia­len Lage der Schau­spie­ler (hier). Zusam­men­ge­rech­net fin­det sich zu den bei­den Arti­keln etwa 200 Kom­men­ta­re, die einer­seits die Gehalts­si­tua­ti­on von Dar­stel­le­ren dis­ku­tie­ren, einig sind, dass die unte­ren Gehalts­grup­pen skan­da­lös nied­ri­ge Bezü­ge auf­wei­sen, dabei gele­gent­li­che Schlen­ker über die Groß­ga­gen der Inten­dan­ten oder auch die Ein­kom­men der nicht­dar­stel­le­ri­schen Beschäf­tig­ten (Tech­ni­ker, Hand­wer­ker, Ver­wal­tung) in Bezie­hung zu den Schau­spie­lern set­zen. Ande­rer­seits wird im Kul­tur­in­farkt-Thread hef­tig über die finan­zi­el­le Aus­stat­tung der Büh­nen durch die öffent­li­che Hand, zugleich über Thea­ter­for­men wie “frei“ oder „Stadt­thea­ter“ gestrit­ten. Es geht um die Bemes­sung öffent­li­cher Mit­tel, gele­gent­lich um die Fra­ge der künst­le­ri­schen Insti­tu­ti­on und ihre Aus­wir­kung auf die künst­le­ri­schen Inhal­te und zeit­wei­se auch um die „auto­ri­tä­ren“ Struk­tu­ren an deut­schen Stadt­thea­tern. Inten­siv und pole­misch geführt, bringt die Debat­te zwar » Wei­ter­le­sen «

Bühnenverein mit Ideenwettbewerb auf der #rp12

April 24th, 2012 § Kommentare deaktiviert für Bühnenverein mit Ideenwettbewerb auf der #rp12 § permalink; Autor: Ulf Schmidt

Min­des­tens so erstaun­lich wie die Tat­sa­che, dass der Deut­sche Büh­nen­ver­ein nicht nur Part­ner der re:publica 2012 ist, son­dern dort sogar einen zusam­men mit jovo­to umge­setz­ten Ide­en­wett­be­werb für das Thea­ter der Zukunft unter dem Mot­to “Thea­ter­In­ter­ac­tion” ver­an­stal­tet und prä­sen­tiert, ist die Tat­sa­che, dass ich das bis­her völ­lig über­se­hen habe. Wor­an das auch immer lie­gen mag. Wenn ich recht zäh­le, sind immer­hin schon 42 Vor­schlä­ge ein­ge­reicht. Was ja nicht nichts ist. Ich hof­fe es zu schaf­fen, mir die Prä­mie­rungs­ses­si­on am 02.05. um 18:45 anzu­schau­en.

Außer­dem kün­digt Tina Lorenz einen Vor­trag für den 03.05. dort an mit dem » Wei­ter­le­sen «

Postdramatiker-Interview im aktuellen Magazin des Deutschen Theaters Berlin

April 9th, 2012 § Kommentare deaktiviert für Postdramatiker-Interview im aktuellen Magazin des Deutschen Theaters Berlin § permalink; Autor: Ulf Schmidt

Im Anschluss an die Black­fa­cing-Debat­te und mei­nen Arti­kel “Das Poli­ti­sche im Ästhe­ti­schen” auf nacht­kri­tik bzw. hier im Blog, hat mich Son­ja Anders, Chef­dra­ma­tur­gin am Deut­schen Thea­ter Ber­lin, per Email-Inter­view noch ein­mal zu der Debat­te selbst und zur Ver­än­de­rung des Thea­ters durch das Netz, den Über­gang von der Mas­sen­me­di­en­ge­sell­schaft zur Netz­ge­sell­schaft befragt. Hier gibts das Inter­view als PDF-Down­load

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