Digitale Agenda 25 Jahre zu spät. Was nun?

August 31st, 2014 § Kommentare deaktiviert für Digitale Agenda 25 Jahre zu spät. Was nun? § permalink; Autor: Ulf Schmidt

Lans­gam scheint sich — bei­spiels­wei­se im Buch­markt — Panik breit zu machen, ange­sichts der schein­bar über­mäch­ti­gen Kon­kur­renz. Wie es dazu kam, war­um die­se Über­macht schein­bar so über­mäch­tig ist, und welch alten euro­pi­schen Stär­ken in die­ser Situa­ti­on hilf­reich sein kön­nen, davon han­delt die­ses sehr lan­ge Pos­ting.

Digi­ta­le Agen­den

Vor knapp zwei Wochen hat die Regie­rung der Bun­des­re­pu­blik Neu­land also eine soge­nann­te “Digi­ta­le Agen­da” beschlos­sen. Dass das ein jäm­mer­li­ches Gebil­de ist, wur­de an vie­ler­lei Stel­le bere­reits bemerkt. Wie jäm­mer­lich es tat­säch­lich » Wei­ter­le­sen «

Drama und Ideologie 7: Die Unterbrechung des Gefüges

August 30th, 2014 § Kommentare deaktiviert für Drama und Ideologie 7: Die Unterbrechung des Gefüges § permalink; Autor: Ulf Schmidt

Man könn­te nach dem Bis­he­ri­gen zu dem Schluss kom­men, dass Gefü­ge erst dann wahr­nehm­bar wer­den, wenn sie unter­bro­chen wer­den. Wenn also Thea­ter „Ort der Gesell­schaft in der Gesell­schaft ist, an dem sich in Gesell­schaft über Gesell­schaft ästhe­tisch reflek­tie­ren lässt“, dann wäre also Thea­ter jene Unter­bre­chung des Gefü­ges „Gesell­schaft“, das die­ses Gefü­ge über­haupt erst – mög­lich? – macht? Indem es ein Gefü­ge vor­führt, das als Gesell­schaft vor­ge­führt ist und bereits dadurch dass es vor­ge­führt wird, ein Gefü­ge im Gefü­ge ist, das eben durch die­se Ein­fü­gung das umge­ben­de Gefü­ge ver­füg­bar mach­te.

Viel­leicht nur eine Vari­an­te von Fou­caults » Wei­ter­le­sen «

Drama und Ideologie 6: Die Verschachtelung der Gefügemacher

August 30th, 2014 § Kommentare deaktiviert für Drama und Ideologie 6: Die Verschachtelung der Gefügemacher § permalink; Autor: Ulf Schmidt

Inter­es­sant an der Gefü­ge­ma­che­rei, der μυθοποίησις des Dra­mas, ist die Ver­schach­te­lung unter­schied­li­cher Gefü­ge in Gefü­gen. Ins­be­son­de­re das Fern­se­hen hat hier gewal­ti­ge Neue­run­gen her­bei­ge­führt, indem nicht nur ein unsicht­ba­rer Gefü­ge­ma­cher im Hin­ter­grund das Gefü­ge gefügt haben kann, wie etwa im tra­di­tio­nel­len Begriff des Dra­mas der vier­ten Wand, das als ein Gefü­ge abläuft, son­dern indem etwa ein Gefü­ge­ma­cher als Voice-Over-Erzäh­ler sich unsicht­bar, aber hör­bar über das Gefü­ge legt, die­se Voice-Over-Stim­me aber selbst wie­der ein in das Gesamt­ge­fü­ge (die fil­mi­sche Mon­ta­ge) Gefüg­tes, Hin­zu­ge­füg­tes viel­leicht, das nun­mehr aus schein­bar zwei » Wei­ter­le­sen «

Drama und Ideologie 5

August 30th, 2014 § Kommentare deaktiviert für Drama und Ideologie 5 § permalink; Autor: Ulf Schmidt

Wenn „Dra­ma“ ein Form­be­griff ist, oder Dra­ma Form ist – was ist dann ein Dra­ma­ti­ker? Jemand, der sich mit Gegen­stän­den befasst, die zum Sach­ge­biet „Dra­ma“ gehö­ren oder (was auch immer das wäre, ist zu klä­ren) als „dra­ma­tisch“ qua­li­fi­ziert wer­den kön­nen? So wie ein Vogel­kund­ler sich vor Allem mit Vögeln befasst? Also mit Gegen­stän­den, die der Qua­li­fi­ka­ti­on „Dra­ma“ gehor­chen, wie die­ser mit Gegen­stän­den, die unter den Begriff „Vogel“ fal­len? Was wäre dann die­ser Gegen­stand, der Dra­ma » Wei­ter­le­sen «

Drama und Ideologie 4

August 18th, 2014 § Kommentare deaktiviert für Drama und Ideologie 4 § permalink; Autor: Ulf Schmidt

Wenn es so wäre, dass die unter dem Namen von Aris­tot­les in „περὶ ποιητικῆς“ zusam­men­schrie­be­nen, syn­the­ti­sier­ten Tri­via­li­tä­ten zutref­fend sind – was wäre dann der Dra­ma­ti­ker ande­res als ein Syn­the­si­zer? Ein sol­cher, der aller­dings nicht etwa Vor­han­dens syn­the­ti­siert, son­dern das Syn­the­ti­sier­te in der Syn­the­se erzeugt. Das unter­schei­det den Ver­fer­ti­ger » Wei­ter­le­sen «

Drama und Ideologie 3

August 18th, 2014 § Kommentare deaktiviert für Drama und Ideologie 3 § permalink; Autor: Ulf Schmidt

Es ist höchst bedau­er­lich: aber es scheint tat­säch­lich, als wäre seit Aris­to­te­les nichts Bemer­kens­wer­tes mehr über Dra­ma geschrie­ben wor­den. Dass es scheint, als lie­ße sich nichts Bemer­kens­wer­tes hin­zu­fü­gen, hat nicht zuletzt damit zu tun, dass in die­sem Büch­lein unter dem Namen des Aris­to­te­les ein Hau­fen von Pla­ti­tu­den und Tri­via­li­tä­ten ver­sam­melt und for­mu­liert, auf­ge­zeich­net wur­de. Trotz­dem macht es noch immer Sinn, sich mit die­sen Tri­via­li­tä­ten zu beschäf­ti­gen

Das klei­ne Büch­lein, in dem sich das Bemer­kens­wer­te fin­det, trägt den Titel „περὶ ποιητικῆς“. Man über­setzt ger­ne „Von der Dicht­kunst“. Oder ähn­lich. Viel­leicht ist es hilf­rei­cher, etwas näher an der Titel­vo­ka­bel zu blei­ben, beim „ποιεῖν“ und zu über­set­zen „Von der Ver­fer­ti­gung“ oder „Vom Machen“. Es geht in die­sem Frag­ment ums Machen. Aris­to­te­les setzt sich mit Gemach­tem, Ver­fer­tig­tem aus­ein­an­der. Mit einem spe­zi­el­len Ver­fer­tig­ten, unter ande­rem der τραγῳδία, die er dezi­diert in ihrer Ver­fer­tigt­heit in den Blick nimmt. In die θεωρία, die Betrach­tung, Beob­ach­tung. Er kon­zen­triert sich » Wei­ter­le­sen «

Drama und Ideologie 2

August 17th, 2014 § Kommentare deaktiviert für Drama und Ideologie 2 § permalink; Autor: Ulf Schmidt

In sei­nem viel­ge­nut­zen Buch „Das Dra­ma“ scheint Man­fred Pfis­ter dazu aus­zu­ge­hen, dass es etwas gibt, dass es Arte­fak­te gibt, die als Dra­ma bezeich­net wer­den kön­nen. Und die unter­scheid­bar sind von ande­ren Arte­fak­ten (sei es sprach­lich-schrift­li­cher Natur oder wel­cher sonst auch immer), die kein Dra­ma sind. Ohne die­se bei­den Kri­te­ri­en wäre die Rede von und das Buch über Dra­ma sinn­los bzw. über­flüs­sig. Es gibt also zumin­dest ein Dra­ma, ein Arte­fakt, das als Dra­ma bezeich­net und abge­grenzt wer­den kann. Wenn ich Pfis­ter rich­tig ver­ste­he, geht er sogar davon aus, dass es meh­re­re Arte­fak­te gibt, die Dra­ma sind, die sich zwar stark von­ein­an­der unter­schei­den, dabei aber doch etwas Gemein­sa­mes haben, das sie als Dra­ma qua­li­fi­ziert im Unter­schied zu vie­len ande­ren Din­gen, die nicht als Dra­ma qua­li­fi­zier­bar sind. Und er scheint zudem vor­aus­zu­set­zen, dass die Beschrei­bung bestimm­ter Arte­fak­te als Dra­ma von einem Leser geteilt und als geteil­te von ihm vor­aus­ge­setzt wer­den kön­nen. Es ist kein Vor­schlag, Arte­fak­te als Dra­ma zu betrach­ten oder zu beschrei­ben, son­dern es ist der Ver­such, einer ‚all­ge­mei­nen und sys­te­ma­ti­schen » Wei­ter­le­sen «

Drama und Ideologie 1

August 17th, 2014 § Kommentare deaktiviert für Drama und Ideologie 1 § permalink; Autor: Ulf Schmidt

Was ein Dra­ma ist, was ein Dra­ma­ti­ker macht, scheint mir noch nicht so recht ver­stan­den zu sein. Es gibt seit eini­ger Zeit die Debat­te über dra­ma­ti­sches und post­dra­ma­ti­sches Thea­ter, gele­gent­lich wird dabei ent­we­der das Ende des Dra­mas, der Tod des Dra­ma­ti­kers als Autor kon­sta­tiert gefei­ert, gefor­dert, alter­na­tiv dazu das Über­le­ben oder Nicht-tot-zu-krie­gen des Dra­mas oder Dra­ma­ti­kers – oder des­sen Rück­kunft gefor­dert. Das alles funk­tio­niert ganz gut, um irgend­wie noch über irgend­was etwas zu sagen und zu reden zu haben. So könn­te man es wei­ter lau­fen las­sen und sich sicher sein, dass auch in nähe­rer Zukunft noch Druck­sei­ten gefüllt, Stamm­ti­sche und Kon­fe­ren­zen damit belebt wer­den kön­nen.

Dabei kommt die Fra­ge zu kurz, wovon eigent­lich die Rede ist, wenn vom Dra­ma die Rede ist. Sicher­lich gibt es eine gro­ße Zahl der Ver­su­che » Wei­ter­le­sen «

The importance of not being seen.

August 16th, 2014 § Kommentare deaktiviert für The importance of not being seen. § permalink; Autor: Ulf Schmidt

Google weiß, wo du bist. Immer.

August 14th, 2014 § Kommentare deaktiviert für Google weiß, wo du bist. Immer. § permalink; Autor: Ulf Schmidt

Goog­le bie­tet ein inter­es­san­tes klei­nes Tool, an dem sich able­sen lässt:

  1. wo ich in jeder Sekun­de der letz­ten 30 Tage gewe­sen bin, weil Goog­le mein Han­dy exakt trackt
  2. sehe, dass Goog­le das weiß
  3. ver­ste­he, dass ich nicht möch­te, dass irgend­je­mand ande­res auf die­se Daten Zugriff hat.

Vor­aus­set­zung: Man muss auf dem Mobil­te­le­fon ein Goog­le-Pro­dukt instal­liert haben. Und man muss in sei­nem Goog­le-Account “loca­ti­on reporting” und “loca­ti­on histo­ry” akti­viert haben. Hab ich … nicht dass ich wüss­te. Wüss­te so ein­fach auch nicht, wo das geht (steht am Ande die­ses Pos­tings). Wuss­te bis­her ja nicht ein­mal, was das ist und tut.

So sieht etwa ein Urlaubs­tag (4.7.) in der Schweiz von mir aus. Jeder der klei­nen Punk­te ist anklick­bar und gibt sekun­den­ge­nau mei­nen Stand­ort wie­der. Ich kann mir den Tag als Ani­ma­ti­on vor­spie­len las­sen, kann den Fil­ter auf einen ande­ren Zeit­raum als einen Tag set­zen. Und ich kann die Tracking­da­tei her­un­ter­la­den (oder jemand, der Zugriff auf den Account hat).

googlemaps2

Wer damit was anfan­gen könn­te … mag jeder für sich selbst spe­ku­lie­ren.

Oder es hier selbst aus­pro­bie­ren (Log-In in den eige­nen Goog­le-Account erfor­der­lich):

Goog­le Stand­or­te

Viel­leicht wuss­te es außer mir auch schon jeder. Mich hat es … über­rascht. Nach­hal­tig.

Hier gibt es eine Anlei­tung von Goog­le, wie das Tracking aus­ge­schal­tet wer­den kann.

via Busin­ess­in­si­der

 

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