Tageskritik

April 29th, 2010 Kommentare deaktiviert für Tageskritik Autor: Ulf Schmidt

Eigent­lich hat­te ich ja vor mei­ne Mei­nung zum Relaunch der Nach­kri­tik kund­zu­tun. Aber ers­tens ist die­ses unglaub­li­che Wet­ter (zusam­men mit mei­ner Lau­ne) viel zu gut für Mäke­lei­en. Zwei­tens ist mei­ne chro­ni­sche Kri­ti­kor­rhö einer aku­ten Klug­scheiß­ver­stop­fung gewi­chen. Und drit­tens ist der imho schwers­te Feh­ler, der mir vor­ges­tern ins Hirn sprang, heut schon nicht mehr da: anstel­le des etwas zer­fa­ser­ten Auf­ma­chers zum Relaunch ste­hen jetzt die Nacht­kri­ti­ken, die vor­ges­tern doch sträf­lich auf der Sei­te ver­steckt waren. Wo sie jetzt sind, gehö­ren sie hin!

Was wär sonst noch:

  • die unglaub­li­che (freund­lich gesagt) Mas­se und Dich­te an farb­lich her­vor­ge­ho­be­nen Links und seman­ti­schen Her­vor­he­bun­gen macht das Din­ge für alle aus­ser den Hard­core-Usern zum kom­plet­ten Cha­os. Emp­feh­lung: Haus­frau­en­test. Schnell 10 Leu­te von der Stra­ße holen, davor set­zen und wäh­rend sie die Sei­te erkun­den die­se Pro­ban­den erzäh­len las­sen, was sie sehen, was sie ver­mu­ten, was sie inter­es­siert. Und wann sie abbre­chen wür­den. Wenn bis­serl Geld zur Hand ist noch bes­ser: Eye-Tracking. Ihr wer­det sehen, ein Erst­be­su­cher der Sei­te wird höchst ver­wirrt wenn nicht gestresst sein und die Inhal­te kaum wahr­neh­men. Lässt sich aber ändern.
  • Es ist natür­lich höchs­te Zeit, dass die Macher und Schrei­ber Geld für ihre Arbeit bekom­men. Ich glau­be aber nicht, dass Ban­ner viel brin­gen wer­den (aus­ser noch mehr Irri­ta­ti­on). Im nächs­ten Schritt über wei­te­re und neue Wege nach­den­ken. Shop wirds auch nicht rei­ßen, glau­be ich.
  • Ich ver­mis­se simp­le Ver­brei­tungs­mög­lich­kei­ten wie Face­book-Anbin­dung und Twit­ter. Bringt viel­leicht nicht immer viel — aber der Nut­zen lohnt sich bei dem tat­säch­lich ja sehr gerin­gen Auf­wand. RSS-Feed funk­tio­niert noch nicht ver­nünf­tig.

Jeder Relaunch ist eh ein work-in-pro­gress. Und da lässt sich noch pro­gre­die­ren, den­ke ich :-) Und jetzt zurück in die Son­ne und die Gene­sung wei­ter för­dern. Seit Ron­nie O’Sullivan bei der Snoo­ker-WM raus ist, gibts kei­nen Grund mehr, sich den Hin­tern vorm Fern­se­her platt zu sit­zen.

P.S. Hab ich jetzt am Ende doch klug­ge­schis­sen? Dann das noch: Ich lie­be Nacht­kri­tik noch immer — auch wenn das neue Kleid nicht so ganz per­fekt sitzt!

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