Theater als gesellschaftliche Berufsfeuerwehr – Antwort an Frank Kroll, Teil 2

Januar 8th, 2013 § 11 comments Autor: Ulf Schmidt

Es ist an der Zeit, dass die deutsche Gesellschaft (wenn auch nicht unbedingt wieder die Deutsche Gesellschaft) wieder einmal fragte: „Was kann eine gute stehende Schaubühne eigentlich wirken?“.

Und bevor wir uns an die übergeordneten Fragen hinsichtlich des Menschseins begeben, ist also das „stehende“ zu befragen. Denn die zuletzt immer lauter werdende Debatte, die das sogenannte Freie gegen das sogenannte Stadttheater ausspielt, hat mehr oder minder deutlich die Frage nach diesem Stehenden gestellt, sofern das Stehende doch offenbar das alzu Beständige, das Starre, das Nicht-Bewegliche zu bezeichnen schien. Sollte eine Schaubühne also stehen oder nicht vielmehr gehen? Aber das nur als Exergue.

Wozu leisten sich Gesellschaften (ich verwende dieses Wort als leeren Begriff, der nichts meint als das, was er potenziell meinen könnte ohne doch bereits bestimmt zu sein) stehende Institutionen? Wozu dieser Bestand? Nicht wenige davon sollen widerstehen, sollen der Gang der Dinge verlangsamen und aufhalten, der ansonsten en passant zu Ergebnissen führt, die wären sie vorher bedacht worden, nicht eingetreten wären, da unerwünscht oder gefürchtet. Bauämter sind der Inbegriff solcher widerständigen Institutionen, die verlangsamen, was unerwünschte Fakten schaffen kann. Das macht solche Institutionen zum Kernbestand von Demokratie, deren (nicht einzige) Auszeichnung darin besteht, das Einfache zu verkomplizieren, das Schnelle zu verlangsamen, der Lösung immer mit einem Problem zu begegnen. Da wo, das diktatorische Dekret die Lösung ist, streut Demokratie Sand ins Getriebe.

Aber nicht alle Institutionen sind in dieser Art stehende Institutionen. Dem Theater vergleichbar ist vielmehr eine ganz andere Institution: die Berufsfeuerwehr. Ein Vergleich, der mir hinsichtlich der Funktion von Theater ähnlich schlagend, wenn auch weniger martialisch scheint, wie meine Alte Bestimmung von Theater als Flakstellung der Demokratie.

Warum leisten sich Städte Berufsfeuerwehren? Sicher nicht, um Prozesse zu verlangsamen. Im Gegenteil. Grundsätzlich wäre die Brandschutzbereitschaft auch durch freiwillige Kräfte sicher zu stellen. Aber die wären eben langsamer. Weil sie von zuhause oder von der Arbeit kommen müssen. Weil sie hauptsächlich Anderes zu tun haben, womit sie zum Beispiel ihren Lebensunterhalt verdienen müssen.

Berufsfeuerwehren sind stehende Institutionen mit dem Ziel, innerhalb von 60 Sekunden alle notwendigen Mannschaften und Geräte in Bewegung zu setzen. Zu jeder Tages- und Nachtzeit. Wenn der Gong ertönt, ist die Mannschaft schlagkräftig und ausrückbereit. Dass sie zudem noch professionelle Ausbildung, Berufserfahrung und erlerntes Team-Zusammenspiel aufweist, ergänzt die Vorteile der Truppe noch. Berufsfeuerwehrleute sind Tag und Nacht auf der Wache und erhalten ihre Bezahlung als stehende Truppe, um SCHNELL reagieren zu können. (Dass das wunderbar funktioniert durfte ich in meiner knapp zehnjährigen Berufstätigkeit im Rettungsdienst feststellen).

Nun also das Theater: was kann eine stehende Schaubühne eigentlich wirken – wenn sie nicht die Reaktionsschnelligkeit einer Berufsfeuerwehr hat, sofort auf die gesellschaftlichen Brandherde zu reagieren? Wozu leisten sich Städte Dutzende, oder Hunderte fest angestellte Mitarbeiter an Theatern, wenn diese in einen Planungsprozess eingebunden sind, der Monate und Jahre vorweg nimmt? Es ist ein blanker Blödsinn, die Planungsfunktion der institutionellen Auslastung in den Vordergrund zu stellen gegenüber der Reaktionsfähigkeit in (nahezu) Echtzeit.

Und natürlich gehören zu einem solchen theatralen Löschzug auch Schreiber. Nennen wir sie nicht mehr Autoren. Sondern Mitglieder des künstlerischen Teams, die gleichberechtigt mit allen anderen an dem arbeiten, was vorgestellt werden soll. Die Unfähigkeit der Theater, sich mit den aktuellen Brandherden auseinanderzusetzen liegt an dieser falschen Planung und Steuerung. Man will ein Thema angehen – und findet keinen „fertigen“ Text zu diesem Thema bei den Verlagen. Oder der thematisch richtige Text lässt sich nicht besetzen. Oder man mag die Sprache nicht. Oder der Plot ist zu einfach oder zu kompliziert. Was für ein Anachronismus. Sind Schreiber und Dramaturgen, Regisseure, Ausstatter, Darsteller, Techniker, Musiker, Programmierer sowie Bühnen- und Maskenbildner von Anfang an mit an der Arbeit, entsteht eine schlagkräftige, reaktionsfähige Truppe.

Warum gehören Autoren dazu? Wie dumm ist es denn, Schauspieler, Regisseure, Maskenbildner, Bühnenbilder, überhaupt das gesamte künstlerische Personal geduldig und intensiv auszubilden – und sich ausgerechnet bei den Autoren darauf zu verlassen, dass Genies vom Himmel fallen und in ehrenamtlicher Vorarbeit im ersten Wurf Meisterwerke schaffen? Was nutzt der beste Schauspieler, wenn das, was er zu reden und zu zeigen hat, pubertäter, pennälerhafter Klump oder oberdeutschlehrerhafter Schrott ist? Was nicht heißt, dass der alte Autor mit seiner Autorität unfröhliche Urständ feiern und die Zugführung übernehmen müsste. Aber in einer professionellen Truppe Schreibamateure einzubauen schwächt die gesamte Truppe. Ist relativ einleuchtend, finde ich.

Fazit

Es macht keinerlei Sinn, stehende Theaterinstitutionen zu bezahlen, wenn die Konsequenz ist, dass sie lähmende Planungsvorläufe haben. Dass die freiwilligen Theatertruppen die stehenden Institutionen in Sachen Innovationsfreude und Schnelligkeit schlagen, ist ein niederschmetterndes Armutszeugnis.

Und im Übrigen sorgt diese Planung ja nicht etwa dafür, dass die Mitarbeiter an den Theatern bessere Arbeitsbedingungen haben. Wäre das so, könnte man es diskutieren. Wenn ich es recht sehe, zeigt die Debatte etwa auf nachtkritik gerade, dass das Gegenteil der Fall ist. Die Institution lähmt sich und fordert trotzdem von ihren Angestellten Unverschämtes. Was allerdings „Schnelligkeit“ in diesem Zusammenhange heißt, darum wird es im nächsten Posting gehen.

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§ 11 Responses to Theater als gesellschaftliche Berufsfeuerwehr – Antwort an Frank Kroll, Teil 2"

  • kai bremer sagt:

    Jetzt bin ich doch etwas überrascht: hätte eher erwartet, dass Du das Theater zum Brandbeschleuniger machen möchtest und nicht zur Feuerwehr. Aber Scherz beiseite.
    Völlig richtig ist natürlich, dass wir es in einem Theater in aller Regel mit einem recht komplexen, präzise ausdifferenziertem Kunstbetrieb zu tun haben, der bei der Auswahl der Textgrundlage (die ich weiterhin Drama nennen würde, aber das steht hier nicht zur Debatte) eigentümlich black-box-mäßig und vielfach auch undifferenziert vorgeht. Anders kann ich mir die maue Qualität einiger UAs, die ich in den letzten Jahren gesehen habe, nicht erklären. Und anders kann ich mir auch die zweifelhaften Kriterien, die für Stückepreise genannt werden (Altersgrenzen z.B.), nicht erklären.
    Die Frage ist nur, ob Deine Feuerwehr tatsächlich in der Lage wäre, bessere Texte zu schreiben. Das, was ich über kollektive Schreibprozesse weiß, spricht nicht dafür.
    Kurz gefragt: Droht nicht Widerspruch zwischen Feuerwehr und künstlerischem Anspruch, den zumindest ich nicht aufgeben möchte?

  • Postdramatiker sagt:

    Kollektiver Schreibprozess ist nicht gleich kollektiver Schreibprozess. In IT und digitaler Produktion sind Kollaborationsprozesse entwickelt worden, die effizient, hoch effektiv im Sinne gemeinser Höchstqualität funktionieren. Malerei vor den Zeiten des Originalgenies war ein hoch kollaborativer Manufaktur-Prozess. Kollaboration heißt nicht Ringelpiez mit alle-haben-gleichviel-recht-und-alle-können-sich-total-dufte-ausleben. Verteilung von Aufgaben nach Fähigkeiten, gemeinsame Reviews und Überarbeitung. Und jemand hat die Mütze auf. Deswegen die Feuerwehr auch als ganz passables Vergleichsmodell. Gehe in späteren Postings noch ein bisserl darauf ein.

  • kai bremer sagt:

    Mir ist schon klar, was Du meinst. Und von Ringelpietz habe ich nicht gesprochen und das auch nicht nahegelegt. Du solltest die Bedenken nicht einfach wegwischen. Es geht mir um den Zusammenhang von schnellem Reagieren und kollektivem, anspruchsvollen Schreiben. Die Parodie auf einen gescheiterten Politiker knallt jede Comedy-Truppe in wenigen Stunden oder Tagen raus, das ist klar. Aber nur weil ein Kollektiv schreibt, ist es nicht notwendig schneller. Theater ist primär eine Qualitätsfrage, Schnelligkeit ist gut, aber nicht notwendig. Die von Dir angeführten Malerwerkstätten waren schnell, wenn’s um etablierte Formen ging (Herrscherporträts z.B.), aber doch nicht bei den Gemälden, die uns vorschweben, wenn wir an Cranach z.B. denken. Und wenn ich den naheligenden Film zum Vergleich heranziehe, kann von Schnelligkeit (zumindest wenn er überzeugt) trotz kollektiver Arbeit keine Rede sein.
    Du siehst, ich bleibe dabei. Bin also gespannt, was Du zur Feuerwehr noch schreibst. Um in Deiner Metaphorik zu bleiben: Vielfach ist es besser, wenn Brandmeister und Löschzug eine Minute später ankommen, daür dann aber die richtige Ausrüstung dabei haben.

  • Postdramatiker sagt:

    Zunächst ist die Vokabel „Schnelligkeit“ zu befragen, scheint mir hier die erste Quelle von Missverständnis. Bleiben wir zunächst in der traditionellen Produktionslogik von Theater, die da heißt: Es wird eine Produktion vorbereitet, geprobt, hat Premiere und wird dann weitgehend unverändert wiederholt. In dieser Produktionslogik heißt Schnelligkeit nicht journalistische Tagesaktualität. Das macht bei Theater überwiegend wenig Sinn. Natürlich geht es um Vorlaufzeiten, die aus Qualitätsgründen irreduzibel sind und die Sinn machen, weil Theater eben kein schnelles Berichtsmedium mit der Aufgabe ist, die Nachricht einfach ästhetisch „aufzubereiten“. Sondern es ist selbstverständlich eine reflexive Arbeit. Worüber reden wir dann bei Schnelligkeit? Vielleicht über 3, 4, 5 Monate. Von Idee und Produktionsstart bis Premiere. Das Schreiben ist dabei in der ersten Phase, vielleicht 2 oder 3 Monate überwiegend angesiedelt – unter Einbeziehung von Regie, Bau und Ausstattung, ggf. Darstellern, sodass hier bereits eine Auseinandersetzung mit der Produktion, die Einbeziehung ihrer Gedanken und Ideen stattfinden kann. Und wenn du die Schreiber am Haus hast, kann selbst im Proben- und eigentlich szenischen Produktionsprozess noch textlich gearbeitet werden. Ein gemeinsamer Vorgang eben.
    Das ist dennoch eine erhebliche Beschleunigung gegenüber dem Prozess: AUtor schreibt vor sich hin, schickt an Verlag. Verlag prüft, Verlag lektoiert, AUtor überarbeitet. Verlag erstellt Kommunikationsmaterialien, Dramaturgen lesen irgendwann Kommunikationsmaterialien, fordern evtl. Text an, lesen wenn Zeit ist, bilden sich eine Meinung, stellen fest, dass Besetzung nicht funktioniert, Sprache ihnen nicht gefällt, Plot Schwächen hat. Und gehen dann eventuell in einen gemächlichen Prozess der Kommunikation mit Verlag/AUtor zur Frage der Überarbeitung – wenn überhaupt.
    Und wie sich die Produktionsdenke verändert, wenn der Prozess eben nicht der klassischen Industrielogik von Produktion, Premiere, identische Weiderholung fügt, sondern zu einem Prozess wird, der auch nach einer ersten Vorstellung Veränderungen, Verbesserungen, Erweiterungen, Kürzungen zulässt, wenn also „permanent beta“ zum Leitgdanken wird – das stünde nochmal auf einem anderen Blatt.

  • Danke, Ulf, für diese Anstösse! Das sind die Diskussionen, die breiter geführt werden müssten! Berufsfeuerwehr vs. Bauamt beschreibt sehr gut die zwei Pole, zwischen denen das aktuelle „deutsche“ Theatersystem sein permanentes Gefangenendilemma „spielt“. Wobei das Bild der Berufsfeuerwehr allerdings nicht berücksichtigt, das auch die Langsamkeit, gerade im letzten auf dem „Körperlichen“ beharrenden Medium, „Feuer“ löschen kann. Mancher Brandherd erweist sich durch die eine entschleunigte Brille ja auch gerne mal als Lufnummer oder Schnee von gestern. Womit ich nicht dem Totreiten des Kanons das Wort geredet haben will, denn verabschiedete man sich in der Tat vom Müllerschen Theater als „Reperaturbetrieb für nicht fahrbereite Klassiker“, würde der Blick vielleicht auch freier für Langsamkeit als ästhetische Erfahrung. Ich glaube jedenfalls, dass das Bedürfnis aufgrund aktueller Entwicklungen steigen dürfte und die Kunst wird sein, diesen ureigenste „Kraft“ des Theaters wieder stärker in den Vordergrund zu rücken, ohne dabei in Retroromantik zu verfallen. Der aktuelle Spagat zwischen Jungautorenbluthypes, denen nichts nachfolgt und Programm fürs ZDF-Publikum, ist jedenfalls auf Dauer wohl nicht durchzuhalten. Ich hätte zum Beispiel nichts dagegen, wenn sich in Zukunft ein paar Theater auf reine Klassikervermittlung spezalisierten, von mir aus gerne auch im Stil: „SO hat man das zu Goethes Zeit gespielt.“. Ein Ort für die „Regietheaterhasser“? – bittesehr! Sowieso ist zu bemerken, dass wir von unsererm Publikum immer weniger „kanonisches Wissen“ voraussetzen können. (Wobei ich auch hier nicht den Untergang des Abendlandes das Wort reden will, eben dieser Kanon gehört zu Recht in Frage gestellt, aber das heutige Stadttheater eben tut so, als prüfe es diesen Kanon am Heute, und zementiert ihn dabei doch bloß.) Jedenfalls: das „kanonfreie“ Theater könnte dann frei von Bewahrungszwängen sowohl die Berufsfeuerwehr sowie jene andere Langsamkeit, die ich meine, bedienen. Das wäre ein anderes, duales System jenseits des heutigen Stadt/Frei … Nur mal so unzuendegedacht herumgesponnen.
    Ach so, noch was: „permanent beta“, wird uns ja vielleicht auch anderswo vermehrt ereilen bzw. wird gerade im Literatubereich auch schon mehrfach probiert und diskutiert, siehe z.B. http://www.dirkvongehlen.de/index.php/neue-version/ bzw. oder auch meine experimentelle Roman-„public beta“ des „Norlando“ (http://www.wechselwetterwolken.de/norlando/) von dem ich noch nicht ganz weiß, ob er, sowohl aus inhaltlich/formalen, als auch aus Qualitätsgründen (Erstling!) nicht am besten im wandelbaren Betastadium nur im Netz verbleibt. Auch hier aber, ähnlich wie bei der Langsamkeit, juckt mich immer auch jener Künstlerfinger, der sich bewüsst gegen die Trends krümmt bzw. von diesen nicht verbiegen lassen will. Denn „alles Beta“ ist defintiv ein aktueller Trend, der doch aber nur das offenlegt, was zumindest die Kunst eigentlich immer schon war. Also doch wieder die singuläre Autorenstimme, ein „Genie“ und „Werk“ behaupten, auch wenn dieses sich sowieso (und schon immer) aus dem Kollektiven speist? Ich sähe gerne einen neuen Shakespeare/Müller/Büchner, der frech aus den ganz großen Themen ganz große Dramentexte(!) entwirft, ja Würfe wagte (die, so wie die Postmoderne immer schon zur Moderne gehört, zugleich auch postdramatisch sind…). Den würd ich gerne inszeniert sehen, wenn nicht selber (natürlich ganz regietheatrig) inszenieren. Also vielleicht müssen wir ja wieder Alphatiere-werden, um unser im mer allgegenwärtiger werdendes Betastadium künstlerisch reflektieren zu können? Auch das mal nur so als steile Gegenthese … Viele Fragen, meine lange Kommentarzeit aber endet nun!

  • Postdramatiker sagt:

    Danke dir. Ich betrachte das übrigens gar nicht unbedingt als Gegenthese. Reine Klassikerhäuser, à la Comédie Fracaise? Pourquoi pas? Aber das setzt dann vermutlich voraus, dass ich Kräfte zusammenziehe, die dieses Niveau auch in allen Gewerken halten können. Das heißt dann eben, dass nicht jedes Theater mit Goethe und Schiller rummacht, obwohl die finanziellen, technischen, schauspielerischen oder was weiß ich auch immer Mittel fehlen. Das ist ein Weg – für einige wenige Theater.
    Langsamkeit – ja, warum nicht langsam arbeiten, wenn die Sache Langsamkeit braucht. Warum nicht Jahre an einem Projekt arbeiten, wenn es die Sache fördert. Der entscheidende Punkt dabei ist: Kommt die Lansgamkeit aus einer Betriebsform, die nichts anderes zulässt als Langsamkeit? Oder ist Langsamkeit Ergebnis einer bewussten Entscheidung? Auch wenn mir die Feuerwehr langsam schon selbst auf die Nerven geht, weil sie sich als Bild so schön totreiten lässt: Die Feuerwehr rückt auch nicht jederzeit in Vollstärke mit Sondersignal aus. Wo nötig tut sie, wo nicht nötig, kommt sie gemütlich angezuckelt. Aber die Fähigkeit zu haben, innerhalb kürzester Zeit schlagkräftig zu agieren, verschafft doch erst die Entscheidungsfreiheit, ob man schnell oder langsam arbeiten will.
    „Alles beta“ ist nicht nur ein Trend, es ist eine Arbeitsweise, der die klassische Produktionsform von „für ein und allemal fertig“ mit einer Alternative versieht. Und zwar mit einer Alternative, die auf Veränderungen ebenso reagieren kann, wie auf Dinge, die erst mal nicht so funktionieren, wie gewünscht. Und den Kopf dafür aufzumachen, dass man Dinge weiter ändern kann in der livehaftigen Kunst des Theaters, anders als in den zum Statischen tendierenden Disziplinen wie etwa Film, öffnet für mich jedenfalls einen Möglichkeitsraum. Wenn du den Geniestreich findest und inszenieren willst – why not? Aber die Ausrichtung des Betriebs auf die monolithischen „Würfe“ schränkt sich in dem Maße ein, wie es sich abhängig macht von Würfen. Wieviele solcher Würfe gibt es? Reichen die aus für den gesamten Theaterbetrieb? Harren wir des neuen Shakespeare/Müller/Büchner – oder finden wir Wege, die ein starkes, kraftvolles, begeisterndes Theater auch dann ermöglichen, wenn der Messias (gibt es eigentlich eine weibliche Form von Messias? mir ist zu viel von Männern die Rede) länger auf sich warten lässt, als geplant?
    Und wie – das als Abschlussfrage – sollte sich ein solch monomaner Künstler überhaupt in den immer schon kollektiven Prozess von Theater fügen? Wenn monomane Autoren auf monomane Regisseure treffen, die mit monomanen Schauspielern arbeiten, ausgestattet von monomanen Kostümbildnern,beleuchtet von monomanen Beleuchtern, beschallt von monomanen Musikern – ist das dann das Theater, das dir vorschwebt?

    Ein Nachtrag – ich liebe Monomanie. Ich lebe Monomanie und Größenwahn. Wenn du Monomanes willst, hier ist der Link zum Marienthaler Dachs, dem Text, den keiner der bisherigen Leser geschafft hat auch nur durchzulesen. Geschrieben für einen A1-Plotter. Völlig ausgeschlossen, dass irgendein Theater den realisiert, scheint mir. Will sagen: Ich habe nichts gegen Monomanie. Aber ist Monomanie der Weg? Oder nur mein Privatvergnügen?

  • -„Reine Klas­si­ker­hä­user, à la Comé­die Fra­caise? Pour­quoi pas? (…) Das ist ein Weg — für einige wenige Thea­ter.“ Genau: wenige reichten auch völlig.
    – „Kommt die Lans­gam­keit aus einer Betriebs­form, die nichts ande­res zulässt als Lang­sam­keit? Oder ist Lang­sam­keit Ergeb­nis einer bewuss­ten Ent­schei­dung?“ Allein genau um diese Differenzierung ging es mir.
    -„permanent Beta“: Ich kokettierte und ironisierte natürlich. Aber die Beispiele Shakespeare/Müller/Büchner waren schon bewusst gewählt als solche, die auf je unterschiedliche Weise Kollaboration (und kulturelles Sampling) mit „grossen Würfen“ verbanden – mit und ohne „Betrieb“. Mein kleiner Einwand wollte sich nur gegen das „permanent“ vor „Beta“ richten, und bezog sich auch nur auf die Werke. Und mein Wort „Würfe“ sollte auch bereits das „Zufällige, Passierende, glückhaft Zustandekommende“ daran frei jeglichen Genietums verdeutlichen. Aber du hast sicher Recht, dass auch neue solcher „großen Würfe“ nicht für den gesamten Theaterbetrieb ausreichen würden und dass wir nun sowieso schon recht lange auf genau jene „Messianin“ (ist die Jelinek vielleicht die zuletzt dieserart „Gekreuzigte“?) warten – und das auch Teil des Strukturproblems ist. Mir ging es nur um die kleine Ergänzung „permanent Beta“ zwar als wichtige und nützliche Leitfigur, doch deshalb nicht gleich als Dogma zu nehmen in einer Zeit, in der auch der Neoliberalismus „permanent Beta“ in der Breite zu etablieren versucht. Vielleicht ist so herum besser formuliert: Was müsste sich ändern, um (auch, aber alles andere als nur) einen Shakespeare/Müller/Büchner bzw. solcherart „Würfe“ wieder möglich(er) zu machen. Und dabei geht es mir wie dir erstmal wirklich nur um die Erweiterung des Möglichkeitsraums, keinerlei Zwang (was „permanent“ etwas totalitär impliziert). Genau wie du sagst: dafür müssen die Autoren anders mit ins Boot, als das im Moment der Fall ist. Und natürlich steuert sich das Boot von einem Kollektiv aus Monomanen eher schlecht. Mir ging’s nur darum, dass am Ende trotzdem auch mal wieder ein „Werk“ angesteuert werden darf, dass sich als ein Alpha behauptet. Im Bewusstsein, dass das eben Behauptung ist/bleibt. Natürlich halte ich „Verflüssigungen“ für absolut geboten. Aber genauso braucht es auch ihr dialektisches Gegenteil: Orientierungspfeiler. Die man ja natürlich nach „Benutzung“ auch wieder abbauen/hinter sich lassen können sollte; denn es sollen ja auch weiterhin Gebrauchsgegenstände bleiben. Aber vielleicht verliere ich mich hier gerade nur in den falsche Assoziatonen weckenden Detailbildern.

  • Ah, eben erst deinen Nachtrag gesehen. Der ermöglicht mir die Kurzfassung: Monomanie ist nicht der Weg, darf aber durchaus ab und an das Ziel sein. (Wie es genauso auch bei meinem Wechselwetterwolkenprojekt der Fall ist). Deshalb finde ich’s großartig, dass du den „Dachs“ durchgezogen und „Schuld und Schein“ versteigert hast. Ich muss aber zugeben, bisher noch nicht mehr Zeit gefunden zu haben, als nur mal hineinzulinsen.

  • kai bremer sagt:

    Der Diskussionsverlauf hier zeigt, wie sinnvoll gemeinsames Nachdenken im Netz sein kann. Zum Beispiel ist mir jetzt die Feuerwehr-Metapher (Stichwort Geschwindigkeit) deutlich klarer. Und dass sich mit Steffen die Diskussion ausweitet, ist auch klasse. Könnte noch viel Lob ausstreuen, aber darum geht’s nicht, sondern ums Weiterdenken:
    Die Frage, die sich mir bei der Lektüre Eurer sympathischen Überlegungen immer mehr aufdrängt, ist die nach dem Publikum und der Resonanz. Vielleicht geht Ulf darauf in der vierten, angekündigten Antwort zur Gesellschaft ein? Mich nervt zunehmend, wenn ambitionierte Ideen im Netz entwickelt werden, die aber an der Realität der Zuschauerinteressen vorbeigehen. Ich spreche von kleineren Häusern wie von größeren. Wenn Steffen großzügig ein paar Häuser für Klassiker übriglassen will, geht das doch schlicht an der Realität der Zuschauerzahlen vorbei, Stichwort Abo, Stichwort Schulklassen. Ich weiß, dass solche Fragen nerven. Ich weiß, dass sie schon tausendfach diskutiert wurden. Aber wenn es hier um mehr gehen soll als einen netten virtuellen Austausch übers unser Traumtheater, dann ist das mitzuberücksichtigen.
    Ich verstehe auch nicht, was diese permanenten Oppositionen sollen: Bauamt vs. Feuerwehr. Ich dachte hier geht es zunächst mal um die Frage, wie ein insgesamt zu kollektivem Arbeiten neigender Theaterbetrieb an angemessene Theatertexte kommt. Und da scheinen mir Ulfs Hinweise sehr sinnvoll und überzeugend. Aber dieses Alles-hat-mit-Allem zu tun, damit bekommt man doch eine ausdifferenzierte und arbeitsteilige Gesellschaft nicht in den Blick. Deswegen finde ich Ulfs Hinweise zu den Soaps auch sehr sinnvoll. Ich zumindest lasse mich gerne mal gut unterhalten, im Theater und im Fernsehen (wobei es meinem Eindruck nach weit schwieriger ist in Deutschland gute Unterhaltung im Fernsehen (sieht man mal von HBO-DVDs ab) zu bekommen als im Theater).
    Aber vielleicht greife ich Ulf vor. Ich warte gerne Teil 4 der Antwort ab.

  • Postdramatiker sagt:

    @kai – vielleicht musst du dich bis zum fünften und letzten (versprochen) Teil gedulden in Sachen Publikum. Wobei ich da auch nicht letzte Aufklärung versprechen kann, weil das, was mir zum Thema Publikum durch den Kopf geht, das Fass vermutlich doch noch einmal anders aufmachen und das Thema noch verbreitern würde. Ich schau mal, wie meine Zeit in den nächsten Tagen bbschaffen ist, vielleicht kann ich dazu was verschriftlichen. Was dich nicht davon abhalten soll, mir zuvor zu kommen. Bin ja nicht der Denkmonomane :-))

    Dass das Thema sich allerdings jenseits von kooperativer Textarbeit verbreitert, ist mir durchaus nicht unwichtig. Und die Oppositionen sind nur um der gedanklichen Schärfung willen da, Hilfskonstrukte, die am Ende der Argumentation gerne abgetragen werden können. Das betrifft auch, um darauf noch einmal zurückzukommen, die kassandrahafte Dystopie bezüglich der Zukunft unserer Stadttheaterlandschaft. Ich male lieber einmal zu viel den Teufel an die Wand, als dass das Theater in der Annahme es handele sich doch nur um einen putzigen Pudel, der da auf uns zukommt, unversehens zum Teufel geht.

    Insgsamt zu den letzten Kommentaren: Vieles von dem hier von mir Geranteten erklärt sich nicht zuletzt aus meinen Erfahrungen der letzten Zeit mit Texten, mit der elend langen Arbeit an einem Dachs ohne szenische Zukunft, an Schuld+Schein, das mit – meinerseits – maximalem Tempo produziert wurde, aber dann die Auskunft bekam, dass ein Uraufführungszeitraum in dieser oder auch nur zu Beginn der kommenden Spielzeit illusorisch sei, da die Planungen ja schon viel zu weit fortgeschritten seien. 2014 sei denkbar (was ich einfach mal ignoriert habe und was das Metropl in München ja mit der Ersteigerung honoriert hat, wofür ich dankbar bin).
    Nun kann allerdings das Desinteresse an der Ersteigerung zwei Gründe haben:
    1. die Frist war zu kurz. Das führte mich auf den „Feuerwehr“-Gedanken und die Überlegungen zur Reaktionsgeschwindigkeit von Theater.
    2. der Text wurde als nicht geeignet für eine Umsetzung empfunden – was mich auf den Gedanken der frühzeitigeren Einbeziehung der Kollaboration zurückbrachte, wie er mir tatsächlich schon seit ewigen Zeiten durch den Kopf geht und wie ich es in meinem Brotjob ganz selbstverständlich (wenn auch nicht konfliktlos, das sei dazu gesagt) erlebe.

    Weiterhin steht bei mir am Ende dieser High-Speed Produktion die Einsicht, dass der gesamte notwendige Prozess – inklusive Studium von gut 2 Metern allerdings recht wahllos ausgesuchter ökonomischer Fachliteratur und Klassikern – nicht unbedingt zu einem optimalen Ergebnis führen muss bei weiteren Produktionen, während ich zugleich den Eindruck habe, dass der Produktionsweg nicht unbedingt sequenziell von einer Einzelperson durchlaufen werden muss, sondern bei kluger Organisation durchaus auf mehreren Schultern oder Köpfen parallelisiert werden kann – wie gesagt unter Einbeziehung eines interessierten Hauses.
    Dass ich per ebay und allem kommunikativen Drumrum dennoch so viel „Druck“ hinter Schuld+Schein gesetzt habe, liegt daran, dass mir das Thema enorm wichtig ist und das bisherige Angebot seitens der Theater weit unter den Möglichkeiten lag. Ich freue mich jetzt, hoffentlich möglichst bald Veiels Himbeerreich zu sehen – dass diese Produktion eben nicht Wochen sondern durch die vielen Interviews Monate oder vielleicht auch Jahre gebraucht hat, scheint mir durch die Arbeitsweise sehr gut nachvollziehbar und widerspricht deswegen auch überhaupt nicht meinem (ich kanns nicht mehr hören) Feuerwehr-Ansatz.

    In jedem Falle: Danke für eure ausführlichen, klugen und anregenden Kommentare! Kollaboration macht Sinn.

  • @Kai Gut, dass die Publikumsfrage nochmal ins Spiel kommt. Wobei das Rätselraten, was dieses angeblich „will“ genauso gefährlich und irreführend sein kann, wie ein oft erlebter „Erziehungswillen“ von uns Theatermachern herablassend ist. Abgsehen davon halte ich zuviel „Realismus“ wenig fruchtbar für eine Zukunftsdebatte. Von der Realität muss man sich durchaus auch mal befreien dürfen, das Baby ist ja mitterweile schon soweit, dass sie schon zusieht, dass man sich nicht allzuweit von ihr entfernt; die schreit dann sowieso alles zusammen und herbei.
    Aber zum Publikum: Den Theatern geht es da wie dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk: „messbar“ ist der Publikumserfolg (bisher, angeblich) nur in Zuschauerzahlen, also wird sich nach denen verhalten. Im Fernsehen heißt das Quote. Und ärgert diejenigen, die dachten, sie hätten ihre GEZgebühren doch für etwas bezahlt, das irgendwie anders funktionieren sollte, als Privatfernsehen …
    Also Stichworte Schule, Abo, Unterhaltung: Zu letzterer wäre von meiner Warte aus zu sagen, dass ich Ulf im Hinblick auf die „Soaps“ absolut zustimme. Theater würde diesbezüglich mehr U-Zeitgenössischkeit gut tun. Das Kino, so einfallslos-wiederkäuend es manchmal auch ist, scheint mir da oftmals wirklich „schneller“ dran an den Sachen, die gerade in der Luft liegen. Zwar geht es dafür selten in die Tiefe, aber die erstmal niedrigschwellige Zugänglichkeit würde ich als Plus verbuchen. Etwas mehr von diesem Aspekt von „Popkultur“ würde ich mir auch für’s Theater wünschen.
    Was die Schulen anbelangt liegt hier aus meiner Wahrnehmung ein echter Hund begraben. Als Regisseur, der immer wieder auch mit Schulen und Jugendtheater zu tun hat, beobachte ich hier einfach einen fatalen Teufelskreis: Die Stadttheater setzen Stücke an, von den sie eigentlich selbst nicht ganz oder nicht mehr überzeugt sind, einfach weil sie mit dem Bedienen des Schulstoffs die Bude voll kriegen (wieder: die Zahlen!). Und die Lehrer freuen sich über Anschauungsmaterial und eine Stunde, die sie nicht selbst gestalten müssen. Dummerweise hinkt der Stoff den aktuellen Entwicklungen noch immer hinterher, nachwievor gelten weitgehend Dürrenmatt und Frisch als das Maß des Aktuellen. Da wird also schon in der Schule eine gewisse Sicht auf und Vorstellung von Theater antrainiert, da sind häufig das Abfragen von Interpretationen, das eindeutige Zeichendecodieren wichtiger als nicht auf den Begriff zu bringende ästhetische Erfahrungen, wird Theater immer noch in erster Linie als Literaturverkörperungsanstalt vermittelt, denn als eigene ästhetische Praxis. Was dann nachher nur schwer wieder aufzubrechen ist. Sicher, mit irgendwas muss man anfangen, sich der Theaterwelt zu nähern, und gottseidank tut sich auch schon eine Menge, z.B. im Bereich Darstellendes Spiel, wo man vermehrt nicht schon wieder Thornton Wilder inszeniert, sondern die Schüler Formen für ihre eigenen Themen finden dürfen. Klar: Ich schere über den Kamm. Dennoch befinden sich Stadttheater und Schule grundsätzlich in einem strukturbedingten Kreislauf gegenseitiger Befriedigung, der in erste Linie den Zuschauerzahlen und Lehrplänen dient (also des systembedingten „Druck-von-oben-Abbaus“) und erst in zweiter Linie der Ästhetischen Erziehung. „Publikumsorientierung“ hilft hier also keineswegs weiter.
    Ich kenne jede Menge Lehrer wie Dramaturgen, die da gerne ausbrechen wollen würden, aber nicht wissen wie. Auch deshalb mein zugegeben ketzerischer Vorschlag der „Klassikhäuser“. Aber die Anforderungen der kommenden Gesellschaft werden den Schulen in den nächsten Jahren auch so wohl noch viele Veränderungen bescheren. Und da halte ich Ulfs Panikmache, ob dann Theater in der aktuellen Breite noch so wichtiggenommen werden wird, durchaus für angebracht. Sicher gibt es auch Anzeichen für das Gegenteil: für eine Rückkehr der Attraktivität der „Liveness“. Aber Prophylaxe hat ja noch selten geschadet …
    Was freilich das „Abo“ angeht: Da frage ich mich auch schon lange, ob uns wirklich schon klar ist, was der demographische Wandel uns wohl noch für Verschiebungen bringen mag. Auch hier ist das aktuelle System gefangen im Dilemma: dem „Neuen“ in Gestalt der Jugend hinterherzurennen, während doch zugleich eher beim Alter die Kohle zu holen ist. Und das eine gefühlte Mehrheit der „Alten“, um sie wieder ganz doof und unkorrekt über dem Kamm zu scheren, angesichts des aktuellen Wandels vermehrt eher nach Wiedererkennung des Ihnen schon Vertrauten suchen/sich sehnen, kann man wohl nicht ernstlich kritisieren. Also doch wieder die Fahnen hoch fürs klassische Dreispartenhaus, wie wir es schon kennen? Ich fürchte, auch die Theater werden sich ausdifferenzieren (müssen), um das alles in den Griff zu kriegen, „Frei“ und „Stadt“ werden sich vermehrt an einen Tisch setzen und besperchen müssen, wer welchen Teil des Kuchens backt.
    Und nochmal zu den „wenigen Klassikerhäusern“. Damit meinte ich eigentlich auch erstmal nur Häuser, die sich auf historisierende Inszenierungen spezalisieren (ähnlich dem Globe in London). Das heisst nicht, dass Klassiker im Theater vor Ort nicht mehr vorkommen dürften. Aber sie dürften damit beruhigt etwas seltener werden und wären befreiter vom Druck eines „bitte originalgetreuen“ Zugriffs. Den gibt’s dann halt als Special, das man sich einmal im Jahr leistet, wie man früher auch mal für „Cats“ rausfuhr aus der Provinz.

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